WN Poppenborg ist jüngster Primas aller Zeiten

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 06.06.2016

Der Geheime Rat August Weiser, der Primas a. D. Bernhard Schulze Wartenhorst, sein Nachfolger Richard Poppenberg und Dekan Thomas Pues. Foto: Wiening

Der Geheime Rat August Weiser, der Primas a. D. Bernhard Schulze Wartenhorst, sein Nachfolger Richard Poppenberg und Dekan Thomas Pues. Foto: Wiening

Freckenhorst – Die Nikolause, der Geheime Rat (August Weiser), der Geistliche Rat (Pfarrdechant Manfred Krampe) und der Vertreter der Ruprechte („Obermuff“ Rainer Poppenborg) trafen sich im Stiftshof Dühlmann – alle in „Dienstkleidung“. Beim derzeit heißen Klima eine anstrengende Angelegenheit. Seit 69 Jahren gibt es jetzt das Nikolaus-Collegium in Freckenhorst. Doch erst vier Mal fand ein Konklave zur Wahl des Primas‘ statt. Richard Poppenburg ist nach Friedel Rose, Hermann Klümper, Paul Klümper und Bernhard Schulze Wartenhorst der fünfte Primas des Nikolaus-Collegiums. Mit 33 Jahren ist er der jüngste Vorsitzende aller Zeiten.

Seit 69 Jahren gibt es jetzt das Nikolaus-Collegium in Freckenhorst. Doch erst vier Mal fand ein Konklave zur Wahl des Primas‘ statt. Nach 1979, 1988, 2004 wurde jetzt ein Nachfolger für den scheidende Primas Bernhard Schulze Wartenhorst gesucht.

Am Freitagabend trafen sich die Nikolause, der Geheime Rat (August Weiser), der Geistliche Rat (Pfarrdechant Manfred Krampe) und der Vertreter der Ruprechte („Obermuff“ Rainer Poppenborg) im Stiftshof Dühlmann – alle in „Dienstkleidung“. Beim derzeit heißen Klima eine anstrengende Angelegenheit.

Um 19 Uhr begann die geheime Wahl, die ähnlich wie die Papstwahl im Vatikan vonstatten geht. Eine absolute Mehrheit wird zur Wahl des Primas‘ benötigt. Bei 36 stimmberechtigten Mitgliedern, mussten also 19 Personen für den neuen Chef des Collegiums stimmen.

In den ersten Wahlgängen schieden die Kandidaten aus, die keine Stimme erhielten. Vor Wahlgang sieben und acht wurde gefragt, wer das Amt des Primas überhaupt annehmen würde. Um 1.05 Uhr, am frühen Samstagmorgen – nach Wahlgang elf – war es dann so weit. Weißer Rauch stieg auf. Die Spannung stieg.

Der Geheime Rat, August Weiser verlas das Ergebnis: Richard Poppenburg ist nach Friedel Rose, Hermann Klümper, Paul Klümper und Bernhard Schulze Wartenhorst der fünfte Primas des Nikolaus-Collegiums. Mit 33 Jahren ist er der jüngste Vorsitzende aller Zeiten.

Der Landmaschinentechnikermeister ist gebürtiger Freckenhorster und seit 18 Jahren Mitglied des Vereins. Als Nikolaus, Weihbischof, Bischof und Erzbischof mit besonderen Aufgaben hat er schon einige Ämter inne gehabt. Eine tolle Zeit für Poppenborg: „Es hat mir immer viel Spaß gemacht. Das schönste war, mehrere Jahre in der gleichen Diözese unterwegs zu sein und zu sehen, wie die besuchten Kinder größer werden.“

Neben dem Collegium sind seine Hobbys die Jagd und Einsätze für die Feuerwehr und das DRK. Durch den erhöhten Einsatz für den Verein, der jedes Jahr die Freckenhorster Kinder zum Nikolaus-Fest besucht und beschenkt, wird er die Hobbys wohl etwas zurückschrauben müssen.

„Aber es ist ein tolles Gefühl, jetzt an der Spitze des Collegiums zu stehen. Ich bin froh, dass die Wahl vorbei ist. Es war spannend“, freut sich Poppenborg. Der ausgeschiedene Primas Bernhard Schulze Wartenhorst will ihm anfangs mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn es kommen viele Aufgaben auf den neuen Vorsitzenden zu. Er würde gerne die in die Jahre gekommene „Legis“, die Satzung des Collegiums, überarbeiten: „Es soll nicht alles über den Haufen geworfen werden, aber man muss mit der Zeit gehen. Deshalb wollen wir die Legis weiterentwickeln.“

Poppenburg wird mindestens fünf Jahre im Amt bleiben. Dann fragt ihn das Konsistorium, die Vollversammlung des Collegiums, ob er als Primas weitermachen möchte. Nach zehn Jahren dasselbe. Nach 15 Jahren ist allerdings Schluss. Spätestens dann wird es ein neues Konklave geben. Bis dahin sind aber noch einige Nikolausabende zu bewältigen.

glocke Ein bisschen wie Papstwahl: Poppenborg neuer Primas

Der 33-jährige Freckenhorster ist damit nach Friedel Rose, Hermann Klümper, Paul Klümper und Bernhard Schulze Wartenhorst der fünfte Primas in der Geschichte des 1947 gegründeten Collegiums.

glocke_06_06_16„Es ist schon Anspannung abgefallen“, erzählte Richard Poppenborg am Samstagnachmittag von dem Moment, als geheimer Rat August Weiser das Ergebnis des elften Wahlgangs verkündet hatte. Zuvor hatten die Nikolause vermutet, dass eine Entscheidung gefallen war, berichtet der stellvertretende Geschäftsführer des Collegiums, Stefan Altefrohne. Die Urne sei weggeräumt worden, die Wahlhelfer später wiedergekommen. „Es war ein bisschen wie bei der Papstwahl in Rom.“

Anders als die Kardinäle bei der Papstwahl plaudern die Freckenhorster Nikolause schon über den Ablauf des Konklaves. Nach dem siebten Wahlgang wurden alle Kandidaten, die Stimmen erhalten hatten, vom geheimen Rat August Weiser gefragt, ob sie eine Wahl annehmen würden. Nach dieser Befragung standen noch Uli Pöhler und Richard Poppenborg als Kandidaten zur Verfügung. Erst im elften Wahlgang gelang es Poppenborg, die für eine absolute Mehrheit mindestens notwendigen 19 Stimmen auf sich zu vereinen. Die Entscheidung war gefallen. Ab dem 15. Wahlgang hätte auch eine einfache Mehrheit gereicht.

Zu den Gratulanten zählten am frühen Samstag im Stiftshof Dühlmann nicht nur Amtsvorgänger Bernhard Schulze Wartenhorst, Nikolause und Ruprechte. Auch der erste Primas des Collegiums, Friedel Rose, gratulierte dem neuen Primas. Und gefeiert wurde die Wahl auch – erst im Stiftshof Dühlmann, anschließend beim Eieressen im Hause Poppenborg.

Für Richard Poppenborg, der beruflich als Landmaschinenmechanikermeister und Werkstattleiter in Ostbevern arbeitet und zu seinen Hobbies neben der Jagd die Arbeit bei der Feuerwehr und im DRK-Ortsverein Freckenhorst zählt, ist die Arbeit an der Zukunftsfähigkeit des Collegiums eine Kernaufgabe. Eine von Bernhard Schulze Wartenhorst initiierte Zukunftswerkstatt soll im September stattfinden. Mit Spannung wird erwartet, welche Kandidaten der neue Primas dem Nikolaus-Konsistorium für die Ämter des geheimen Rats und des Nikolaus-Dekans vorschlagen wird.

WN Konklave des Nikolaus-Collegiums Warten auf den weißen Rauch

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 03.06.2016

Bernhard Schulze Wartenhorst bei seinem ersten Nikolausabend vor zwölf Jahren 2004. Foto: Engbert

Bernhard Schulze Wartenhorst bei seinem ersten Nikolausabend vor zwölf Jahren 2004. Foto: Engbert

Freckenhorst – Zwölf Jahre stand Schulze Wartenhorst an der Spitze des Nikolaus-Collegiums. Zwölf bewegte Jahre, wie das Collegium in einer Pressemitteilung betont: die Feier des 60-jährigen Jubiläums 2007, eine Romreise im gleichen Jahr, die Gründung der Nikolaus-Stiftung und die neueren Umstrukturierungen im Collegium und eingetragenem Verein im letzten Jahr sind nur einige Highlights aus dieser Zeit. Wenn am heutigen Freitag die Mitglieder des Nikolaus-Collegiums zusammenkommen, haben sie eine bisher nur selten vorgekommene Aufgabe vor sich: sie müssen einen neuen Primas wählen.
Von Andreas Engbert

Wenn am heutigen Freitag die Mitglieder des Nikolaus-Collegiums zusammenkommen, haben sie eine bisher nur selten vorgekommene Aufgabe vor sich: sie müssen einen neuen Primas wählen. Erst drei Mal sind die Nikolaus-Bischöfe und die Ruprechte bislang zu diesem Ereignis, dass sich wie die Papstwahl Konklave nennt, zusammengekommen: 1979, 1988 und schließlich 2004, als Bernhard Schulze Wartenhorst in langer Sitzung zum Primas gewählt wurde.

Inzwischen hat er, wie berichtet, gegenüber den Verantwortlichen seinen Verzicht auf das Amt erklärt. Zwölf Jahre stand Schulze Wartenhorst an der Spitze des Collegiums. Zwölf bewegte Jahre, wie das Collegium in einer Pressemitteilung betont: die Feier des 60-jährigen Jubiläums 2007, eine Romreise im gleichen Jahr, die Gründung der Nikolaus-Stiftung und die neueren Umstrukturierungen im Collegium und eingetragenem Verein im letzten Jahr sind nur einige Highlights aus dieser Zeit.

Doch einen Höhepunkt hatte jedes Jahr zu bieten: den Nikolausabend, an dem der Primas jeweils rund 30 Nikolausgespanne – Nikolaus, Ruprecht und Helfer aus den Nachbargemeinschaften – in die Stiftsstadt aussandte, um alle Kinder und die Gastkinder zu besuchen. Weit über 10 000 Kinder wurden in dieser Zeit besucht.

Nun wird es Zeit, einen Nachfolger im Primas-Amt zu finden. Und zwischen dem Freckenhorster und dem Konklave in Rom gibt es nicht nur den Namen als Gemeinsamkeit. Schaut man in die Leges, quasi die Satzung der Nikolause, könnte man meinen, dass ähnlich viele Regeln, wie bei der Papstwahl zu beachten sind.

Wie in Rom ist nur ein kleiner Kreis an Auserwählten zur Teilnahme am Konklave berechtigt: Neben den Nikolausen sind dies der Geheime Rat (August Weiser) als Leiter der Versammlung, der Geistliche Rat (Pfarrdechant Manfred Krampe) und der Vertreter der Ruprechte, „Obermuff“ Rainer Poppenborg. Stimmberechtigt sind die anwesenden Nikolause und der Obermuff, der eine gemeinsame Stimme der zeitgleich zusammenkommenden Ruprechte abgibt.

Zur Erinnerung für die teilnehmenden Nikolause: Es gilt die gleiche Kleiderordnung, wie auch am Nikolausabend: Oberhemd und Handschuhe in weiß, Socken, Schuhe und Hose in schwarz. Die Kardinäle dürfen ihre Kopfbedeckung, das Pileolus, nicht vergessen.

Und vornehmen sollten sich die Teilnehmer für den weiteren Abend auch nichts, denn das Konklave, so wollen es die Regeln, endet nicht ohne Ergebnis. Und in den ersten sieben Wahlgängen sind drei Viertel plus eine der abgegebenen Stimmen zur Wahl nötig. Nach weiteren Abstufungen entscheidet das Los, für den Fall, dass nach Wahlgang 21 noch immer kein Primas feststeht.

Wie in Rom findet auch in Freckenhorst eine kleine Zeremonie nach jedem Wahlgang statt: Obermuff Rainer Poppenborg wird die Wahlzettel verbrennen. Bleibt abzuwarten, nach wie vielen Wahlgängen dann weißer Rauch aus dem Kamin des Stiftshofs Dühlmann, in dem das Konklave heute Abend ab 19 Uhr stattfindet, aufsteigt.

glocke Wer übernimmt Amt des Primas?

Wahlberechtigt im Konklave sind alle Nikolause des Collegiums. Die Ruprechte, die sich zeitgleich in einem anderen Raum des Stiftshofs versammeln, haben eine Stimme, die sie über ihren Obermuff Rainer Poppenborg abgeben. Zum neuen Primas können Nikolause gewählt werden, die mindestens 30 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in der Stiftsstadt haben. Zudem schreibt die Leges des Collegiums, die den Wahlvorgang regelt, vor, dass der Primas ein „aufrichtiger Mann“ sein, „untadeligen Ruf“ genießen und sein Handeln im Einklang mit den Werten des christlichen Glaubens stehen soll. „Er muss sich durch Sitte und 02_Glocke2Klugheit auszeichnen“, heißt es wörtlich.

Wer diese Kriterien erfüllt? Natürlich wird im Vorfeld spekuliert, wer aus dem Kreis der Nikolause im Konklave eine Mehrheit finden könnte. Das Ergebnis allerdings sei nicht vorhersehbar, ist Stefan Altefrohne überzeugt. Wie bei der Papstwahl in der katholischen Kirche gelte der Satz „Wer als Primas ins Konklave geht, kommt als Nikolaus heraus“, weiß der stellvertretende Geschäftsführer des Collegiums.

Mit der Amtszeit des scheidenden Primas Bernhard Schulze Wartenhorst enden übrigens auch die Amtszeiten von Nikolaus-Dekan Thomas Pues und vom Geheimen Rat August Weiser. Letzterer wird am Freitag das Konklave leiten.

01_Glocke1Bernhard Schulze Wartenhorst scheidet nach zwölf Jahren als Primas übrigens aus eigenem Wunsch aus dem Amt aus. „Ich möchte der jüngeren Generation den Weg ebnen, das Nikolausbrauchtum für die Zukunft zu gestalten“, betont er. Während seiner Amtszeit haben die Nikolause und Ruprechte in der Stiftsstadt weit mehr als 10 000 Kinder besucht und beschenkt. Eine Tradition, die nicht zuletzt auch durch die Gründung der Nikolaus-Stiftung zukunftssicher gemacht worden ist.

Mit weißem oder schwarzen Rauch über dem Dach des Stiftshofs ist am Freitag übrigens nicht zu rechnen. Zwar werden auch die Stimmzettel des Nikolaus-Konklaves nach jedem Wahlgang verbrannt, das Ergebnis wird aber wohl nicht über den Dächern Freckenhorsts zu sehen sein.

glocke Rücktritt vom Amt des Primas

Aus “Die Glocke” vom 29.04.2016

Bernhard Schulze WartenhorstFreckenhorst (bjo). Bernhard Schulze Wartenhorst ist nicht länger Primas des Freckenhorster Nikolaus-Collegiums. „Ich habe in der letzten Sitzung des Konsistoriums gebeten, mich aus dem Amt und der Aufgabe des Primas des Nikolaus-Collegiums der Stifts-Stadt Freckenhorst zu entlassen“, macht er in einer Erklärung auf der Homepage des Collegiums deutlich. Der Bitte habe die Versammlung der Nikolaus-Kardinäle entsprochen, so dass Schulze Wartenhorst nach über zwölf Jahren als Primas des Collegiums nun als Primas emeritus fungiert.

„Jede Gruppierung braucht junge Nachfolge, um mit unvoreingenommenem Blickwinkel den Wandel der Zeit aufzunehmen und für die interne Arbeit verantwortungsbewusst umzusetzen. Nur so gelingt es, das Gespür für die richtigen Themen zu bekommen und damit unser Collegium lebendig zu halten“, ist Schulze Wartenhorst überzeugt, dass sein Abschied zur richtigen Zeit kommt – gerade auch mit Blick auf derzeit in Arbeit befindliche „Zukunftswerkstatt“ des Collegiums. Gerne erinnere er sich an die vergangenen zwölf Jahre als Primas, bekennt Bernhard Schulze Wartenhorst: „Wir haben gemeinsam viele Dinge vorangebracht.“

Wer Nachfolger von Bernhard Schulze Wartenhorst als Primas des Nikolaus-Collegiums wird, steht derzeit noch nicht fest. Ein Nachfolger wird im Konklave der Nikolause des Collegiums voraussichtlich im Sommer gewählt.

Erklärung unseres Primas Bernhard

Liebe Mitglieder des
Nikolaus – Collegium der Stifts-Stadt Freckenhorst!

Bernhard Schulze WartenhorstIm Juli 2016 nähert sich zum 13. Mal der Jahrestag meiner Ernennung zum Primas des Nikolaus-Collegium. 12 Jahre sind also vergangen, in denen wir gemeinsam viele Dinge voran gebracht haben. 60 Jahre Nikolaus-Collegium in Freckenhorst, Romreise, Stiftungsgründung, der Stand zum Freckenhorster Herbst, die Süddeutschlandreise 2014, die Zusammenführung von Verein und Collegium in 2015 sind dabei nur einige große Meilensteine aus dieser Zeit. Wichtig natürlich vor allem die Erhaltung der Nikolaustradition in Freckenhorst und das Miteinander im Collegium selber.

Sicher, wir könnten das auch noch ein paar Jahre so weiter gestalten. Ich bin jedoch der persönlichen Überzeugung, dass jedem Führungsteam klar sein muss, es geht nicht unendlich weiter. Jede Gruppierung braucht junge Nachfolge, um mit unvoreingenommenem Blickwinkel den Wandel der Zeit aufzunehmen und für die interne Arbeit verantwortungsbewusst umzusetzen. Nur so gelingt es das Gespür für die richtigen Themen zu bekommen und damit unser Collegium lebendig zu halten. Das ist uns so ergangen, und so wird es auch hoffentlich den uns in der Aufgabe folgenden Personen gelingen.

Aus diesen Gründen habe ich mich nach langer Überlegung und Absprache im Konsistorium bereits vor Monaten entschieden, in diesem Sommer den Platz für die nächste Führungsgeneration im Collegium frei zu machen. Die angestoßene und aktuell in Arbeit befindliche Zukunftswerkstatt ist ebenso der richtige Zeitpunkt, um die sich nun abzeichnenden Erkenntnisse direkt mit dem nun folgenden Führungsteam final zu gestalten. Damit kann dieses Führungsteam die Rahmenbedingungen im Collegium auch so gestalten, wie sie es für ihre Wirkungszeit für richtig empfinden.

Daher habe ich am Freitag vorletzter Woche in der letzten Sitzung des Konsistoriums (Versammlung der Kardinäle) darum gebeten, mich aus dem Amt und der Aufgabe des Primas des Nikolaus-Collegium der Stifts-Stadt Freckenhorst zu entlassen.

Seid euch sicher, diese 12 Jahre als Primas mit so vielen unvergesslichen Momenten, das war eine bewegende Zeit und wird für mich immer in unvergesslicher Erinnerung bleiben!

Daher möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die mich in dieser Zeit begleitet unterstützt haben. Ich hoffe, ihr werdet meinem Nachfolger in ähnlicher Weise zur Seite stehen.

Bernhard Ev. Schulze Wartenhorst
Primas Emeritus
des Nikolaus-Collegium der Stiftsstadt Freckenhorst

glocke Nikolause ehren verdiente Freckenhorster

Aus “Die Glocke” vom 08.12.2015

Nikolause ehren verdiente Freckenhorster 3Freckenhorst (bjo). Es ist eine gute Tradition, dass das Nikolaus-Collegium nicht nur die Freckenhorster Kinder beschert, sondern auch verdiente Bürger der Stiftsstadt ehrt. Als Ehrengast war am Samstag Bernhard Rose zum Nikolausabend in den Stiftshof Dühlmann eingeladen.

Mit seinem Einsatz für Freckenhorst und die Freckenhorster Vereine habe sich Rose um die Stiftsstadt verdient gemacht, würdigte Nikolaus-Primas Bernhard Schulze Wartenhorst das Engagement von Bernhard Rose und überreichte eine Ehrenurkunde. Über die durfte sich auch Dieter Mevert freuen. Mevert, jahrzehntelang aktiver Nikolaus und in den vergangenen Jahren immer wieder bei nachgelagerten Besuchen aktiv, hatte um seine Emeritierung aus dem Nikolausdienst gebeten und wurde vom Collegium mit dem Titel des „Ehren-Nikolaus“ ausgezeichnet.

Neu im Nikolaus-Collegium begrüßen konnten Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Dekan Thomas Nikolause ehren verdiente Freckenhorster 5Pues und Obermuff Rainer Poppenborg die Ruprechte Katrin Honold, Jörg Kahlert, Verena Bolte, Dirk Freye, Andrea Vennewald, Robert Hunkemöller, Julius Kral, Theresa Elpers und Ralf Böhmer. Zu Nikolaus-Weihbischöfen wurden am Samstag Matthias Bruns, Martin Decker und Dr. Stephan Klumpe befördert, den Titel des Nikolaus-Bischofs trägt ab sofort Daniel Kaldewey. Helmut Achtermann wurde zum Nikolaus-Erzbischof befördert.

Aber auch Verdienste um das Collegium galt es zu würdigen. So erhielten die Ankleidefrauen Engel-Anstecker als sichtbares Zeichen ihres Einsatzes. Dank für 35-jährige Tätigkeit zum Wohle des Nikolaus-Collegiums sagte Bernhard Schulze Wartenhorst Vinzenz und Thiatildis Hahner. Den Einsatz von Karin Pohlmann bei der Herstellung von Bärten und Mitren würdigte er ebenso.

Ganz ohne (milde) Tadel allerdings geht ein Nikolaus-Abend nicht zu Ende. So wurde Hermann Schauf ins Nachtwächter-Gewand gehüllt, und so manche weitere leichte Missetat wurde mit Spenden zu Gunsten der Collegiums-Kasse vergessen gemacht.

Mehr als 1000 Kinder hatten die 35 Nikolause und 35 Ruprechte am Nachmittag des 5. Dezember in den Freckenhorster Familien besucht. „Dank eures Einsatzes hat das reibungslos geklappt“, dankte Bernhard Schulze Wartenhorst auch den zahlreichen Helfern aus den Freckenhorster Nachbargemeinschaften.

WN Himmlische Schwestern und eine majestätische Exzellenz

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 07.12.2015

Freckenhorst – Mehr als 1000 Kinder haben 35 Nikolause und ebenso viele Ruprechte am Vorabend des Nikolaustages in Freckenhorst besucht. Nach getaner Arbeit trafen sich die „Gespanne“ , Helfer und die Vertreter der Nachbargemeinschaften im Stiftshof Dühlmann, um sich zunächst beim längst traditionellen Gulaschessen zu stärken und den Tag Revue passieren zu lassen. Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Dekan Thomas Pues und Obermuff Rainer Poppenborg hatten – quasi zum Dessert – allerlei Überraschungen in petto.

Von Joke Brocker

Mehr als 1000 Kinder haben 35 Nikolause und ebenso viele Ruprechte am Vorabend des Nikolaustages in Freckenhorst besucht.

Himmlische Schwestern 2

Extra-Ehrung: Bernhard Rose mit Dekan Thomas Pues (l.) und Primas Bernhard Schulze Wartenhorst

Nach getaner Arbeit trafen sich die „Gespanne“ , Helfer und die Vertreter der Nachbargemeinschaften im Stiftshof Dühlmann, um sich zunächst beim längst traditionellen Gulaschessen zu stärken und den Tag Revue passieren zu lassen. Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Dekan Thomas Pues und Obermuff Rainer Poppenborg hatten – quasi zum Dessert – allerlei Überraschungen in petto. Natürlich gab es die obligatorischen Geldstrafen. Zum Beispiel für Collegiums-Mitglieder, die ohne Handschuhe vorstellig wurden, die es wagten, in Nietenhosen zu erscheinen, Nikolause, die ihre eigenen Kinder als Ruprechte mit billigen Bändern, an denen Glöckchen baumeln, abspeisen und eigenmächtig einen neuen Bart bei der Schneiderin ordern.

och es gab auch hübsche Überraschungen: Nachdem vor zwei Jahren bereits Ehrenzeichen für Nikolause und Ruprechte eingeführt wurden, gibt es ab sofort Auszeichnungen für die Ankleidedamen, die den Nikolausen auch an diesem Tag in Rauchmäntel und Alben geholfen hatten. Sie tragen nun voller Stolz niedliche Engelchen, die „Himmlischen Schwestern“, am Revers.

Für ihr besonderes Engagement im Nikolauscollegium geehrt wurden Thiatildis und Vincenz Hahner sowie Karin Pohlmann, die gerade erst neue Mitren für die Nikolause geschneidert hatte. Walter Richter ist es zu verdanken, dass die Urkunden der Kardinäle künftig wieder ein Siegel tragen. Auch für ihn hielten Primas und Dekan eine Überraschung bereit. Mit Bernhard Rose zeichneten Nachbargemeinschaften und Nikolaus-Collegium einen Mann aus, der sich um das Nikolaus-Brauchtum besonders verdient gemacht hat. Rose erinnerte sich, dass er vor 50 Jahren als erster Nikolaus überhaupt in einer Kutsche durch den Ort gefahren sei. Mehr als zehn Jahre war der Nikolaus, der im echten Leben fast immer im „Blaumann“ unterwegs ist, im Collegium aktiv, besuchte am Vorabend des Nikolaustages die Kinder in Stadtmitte, Kühl, an der Warendorfer Straße und in Flintrup.

Neue Nikolaus: Matthias Bruns, Dr. Stephan Klumpe, Martin Decker (alle Weihbischöfe), Daniel Kaldewey (Bischof), Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Obermuff Rainer Poppenborg

Neue Nikolaus: Matthias Bruns, Dr. Stephan Klumpe, Martin Decker (alle Weihbischöfe), Daniel Kaldewey (Bischof), Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Obermuff Rainer Poppenborg

Neben einer ganzen Reihe neuer Ruprechte begrüßten Primas und Dekan an diesem Abend auch drei neue Nikolause: Martin Decker, Dr. Stephan Klumpe und Matthias Bruns. Sie wurden zu Weihbischöfen ernannt. Daniel Kaldewey wurde zum Bischof, Helmut Achtermann gar zum Erzbischof befördert.

Ein großes Lob des Primas galt Nikolaus Hubert Reinker und dessen Ruprecht Michael Wilczek. Das Duo hatte am Nachmittag mehrere in Freckenhorst ansässige Flüchtlingsfamilien besucht, die den nicht alltäglichen Besuch freudig aufgenommen hatten. Nachdem Mitglieder der Throngesellschaft des Dekans, der in diesem Jahr bekanntlich Schützenkönigswürden erlang und nun wählen kann, ob er lieber als „majestätische Exzellenz“ oder als „exzellente Majestät“ tituliert werden möchte, den finanziellen Grundstock für eine eigene Nikolaus-Collegium-Fahne gelegt hatten, galt es einen altgedienten Nikolaus in den Ruhestand zu verabschieden. Dieter Mevert hatte dem Primas um seine Emeritierung gebeten. In den vergangenen Jahren hatte der 75-Jährige dem Collegium noch als Nikolaus cooperator zur Verfügung gestanden. Nun sei aber Schluss, verkündete Mevert. „Die Verbindung bleibt, aber ich trete nicht mehr an.“

Nikolaus emeritus: Dieter Mevert (2. v. l.) macht zum letzten Mal den Heiligen Mann – hier mit Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Dekan Thomas Pues und Obermuff Rainer Poppenborg Foto: Brocker

Nikolaus emeritus: Dieter Mevert (2. v. l.) macht zum letzten Mal den Heiligen Mann – hier mit Primas Bernhard Schulze Wartenhorst, Dekan Thomas Pues und Obermuff Rainer Poppenborg Foto: Brocker

Besonderen Spaß haben ihm stets die nachgelagerten Besuche bereitet, erzählte Mevert, der 1967 zum ersten Mal als Nikolaus unterwegs war, im Gespräch mit den WN. Als er feststellte, dass es keine gute Idee ist, bei den eigenen, noch sehr kleinen und nach dem Papa rufenden Kindern als Nikolaus aufzukreuzen, gönnte er sich einen „Erziehungsurlaub“, der heute bei wohl allen Nikolausen usus ist. Dann, vor ein paar Jahren, sei er wieder eingestiegen. „Wenn ich den Bart umhängte, dann war ich der Nikolaus und nicht mehr Dieter Mevert. Ich habe mich anders benommen und langsamer und deutlicher gesprochen“, erzählt er. Die nachgelagerten Besuche, etwa in Kindergärten oder in den Freckenhorster Werkstätten, haben ihm die meiste Freude bereitet, erzählt der Freckenhorster. „Das war oft sehr emotional.“

ine besonders schöne Erinnerung sei der Besuch bei einer spanischen Familie gewesen, die auf dem Schlossgelände wohnte. Die Spanier seien dem Nikolaus mit einer so ausgeprägten Religiosität begegnet, wie er es nie wieder erlebt habe.

Längst in die Annalen des Nikolaus-Collegium eingegangen ist allerdings ein anderes, sehr amüsantes Erlebnis des damals noch sehr jungen Nikolaus Dieter Mevert. Ende der 60-er Jahre besuchte der Nikolaus in Stadtmitte eine Familie, die auch ein Gastkind, ein kleines Mädchen, zu Besuch hatte. Dieses fragte, ob der Nikolaus nicht dafür Sorge tragen könne, dass es ein Brüderchen bekomme. Die spontane Antwort des Nikolaus ist schon legendär: „Schick Deine Mama mal beim Nikolaus vorbei.“ Am heutigen Montag ist Dieter Mevert zum letzten Mal als Nikolaus unterwegs. Zum unwiderruflich letzten Mal.

WN Nikolaus ist Gladbach-Fan

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 07.12.2015

Freckenhorst – Nikolaus Ludger ist Gladbach-Fan. Und deshalb ist ihm an diesem Samstagabend, dem Vorabend seines Namenstages, auch ziemlich egal, ob seine Ruprechte links oder rechts von ihm stehen oder sitzen. Er habe eigentlich nur einen Wunsch, sagt er, während er mit großen Schritten die Everswinkeler Straße entlanggeht: „Die Gladbacher müssen die Bayern schlagen.“ Der Wunsch ging bekanntlich in Erfüllung.

Von Joke Brocker
Noch ahnt er nicht, dass er wenig später in einem Wagen mit FC-Schalke-Aufkleber und gleich drei Schalke-Fans an Bord sitzen wird. „Kutscherin“ Andrea Althaus sympathisiert mit den Blau-Weißen, ebenso die Ruprechte auf der Rückbank, die sich an diesem Abend das „Knechten“ teilen werden.

Elf Familien in den Nachbargemeinschaften Kühl und Stadtmitte gilt es zu besuchen. Aber: Schon im zweiten Haus auf der Tour brennt kein Licht. Der Nikolaus klingelt vergebens. Eine dicke Mandarine verhindert es, die für ein kleines Mädchen vorgesehene Tüte mit den Leckereien in das Zeitungsrohr zu stopfen. Also stellt der Nikolaus sie auf der Fensterbank ab.

Nikolaus-ist-Gladbach-Fan

Bischöfliche Roben: Freckenhorsts Nikolause haben Stil – beeindruckend. Foto: Brocker

Während Nikolaus Ludger und seine Ruprechte an diesem Abend bei den übrigen Familien freudig in festlich geschmückten Wohnzimmern in Empfang genommen werden, berichtet sein etwas deprimiert wirkender Nikolaus-Kollege Theo später beim Abendessen anderes. Oft habe er an diesem Abend vor verschlossenen Türen gestanden, sei an der Haustür oder im Hausflur abgefertigt worden. Und einmal habe ein kleines Mädchen die Tür geöffnet, das mutterseelenallein zu Hause war.

Zusammengerückt dagegen ist die Familie von Finia und Milla. Die Mädchen aus Hiltrup sind mit ihren Eltern nach Freckenhorst gekommen und verbringen den Abend im gemütlichen Wohnzimmer ihres Großvaters. Obwohl Finia nach eigenem Bekunden gerne singt, verschlägt ihr der Anblick von Nikolaus und Ruprecht zunächst die Sprache. Und dem Nikolaus seinerseits fällt nicht viel ein, als er hört, dass Finia sich vom Christkind einen Nintendo wünscht. Das habe wohl was mit Computerspielen zu tun, mutmaßt der heilige Mann: „Dafür bin ich schon zu alt.“

Ein niedliches Brüderpaar wartet auf halber Strecke nach Warendorf auf den Nikolaus. Was sie sich vom Christkind wünschen, wissen der kleine Luca und sein älterer Bruder noch nicht, aber beide wollen den Nikolaus beschenken. Und so spielt Luca, ganz versunken, auf der Mundharmonika ein Lied für den Nikolaus. Auch sein Bruder hat etwas vorbereitet, holt Flöte und Liederbuch hervor und stimmt „Ruprecht, Ruprecht“ an. Eigentlich, erklärt er ernst, habe er ja „Nikolausabend“ einstudieren wollen, aber das sei noch zu schwierig. Vielleicht spiele er das dann ja im nächsten Jahr. Die besinnliche Geschichte von den vier Kerzen, mit der sich der Nikolaus seinerseits für die freundliche Aufnahme bedankt, kennt er schon aus einer szenischen Darstellung, an der er sogar beteiligt gewesen sei.

Mit viel schwarzer Schminke wird aus dem münsterländischen Bleichgesicht ein echter Ruprecht.

Mit viel schwarzer Schminke wird aus dem münsterländischen Bleichgesicht ein echter Ruprecht.

Zurück im Auto vermeldet Fahrerin Andrea den – zumindest für Nikolaus Ludger – höchst befriedigenden Halbzeitstand im ach so wichtigen Fußballspiel.

Gut vorbereitet auf den hohen Besuch hat sich die Familie des kleinen Hector. Mama, Papa, der Zweijährige und sein erst wenige Monate altes Schwesterchen haben es sich im Wohnzimmer gemütlich gemacht. Und Hector, der den schwarzen Ruprecht etwas ängstlich beäugt, staunt, dass der Nikolaus weiß, dass er schon ohne Schnuller schläft, Wurst und Fleisch verschmäht, dafür aber Erdbeer-Pannacotta liebt. Strahlend nimmt der Knirps eine Tüte und ein zusätzliches Geschenk in Empfang – und zum Abschied drückt er Ruprecht sogar vorsichtig die Hand.

Diesen plagt inzwischen ein echtes Problem. Offenbar kündigt sich ein kleiner Schnupfen an. Die Nase läuft. Was tun? „Wir Nikolause haben das gleiche Problem. Mit dem Bart lässt sich die Nase nicht gut putzen“, hatte ihm am Nachmittag ein Nikolaus erklärt und dann schmunzelnd hinzugesetzt: „Dafür haben wir ja unsere Handschuhe.“ Der Ruprecht hat auch Handschuhe. Schwarze. In ihnen würde man die schwarze Farbe ja nicht sehen… Trotzdem greift er lieber auf das altbewährte Taschentuch zurück. Und wird um die Nase herum leider etwas weiß.

Es scheint, dass sich die „Fünfer-Bande“, die sich in einem kuscheligen Wohnzimmer versammelt hat, genau darüber amüsiert,

Der Nikolaus trägt einen (fast echten) Bart.

Der Nikolaus trägt einen (fast echten) Bart.

als der Nikolaus und sein Helfer den Raum betreten. Aber das Tuscheln hat ein Ende, als Hannah am Klavier ein Nikolaus-Lied anstimmt und der Nikolaus aus seinem roten Buch liest, was er über das Quintett auf dem Sofa zusammengetragen hat. Tolle Künstler und Sportler – Romy, die Jüngste, hat erst an diesem Samstag noch eine Medaille erturnt – sitzen da auf dem Sofa. Einige von ihnen sollen ein wenig aufbrausend sein, einer von ihnen hat einen Schuh-Tick. Der Nikolaus-Vorschlag, vielleicht etwas mehr Bescheidenheit walten zu lassen, erreicht den jungen Mann aber offenbar nicht so ganz. Was er sich zu Weihnachten wünscht? Schuhe! Was sonst?

Die Tour ist beendet, das Fußballspiel auch. Gladbach hat die Bayern geschlagen. Haushoch sogar. Das werde er feiern, kündigt der Nikolaus an. Das schwarz-gelbe „Zecken“-Bändchen um die Tüte mit selbst gebackenen Plätzchen, die ihm ein kleiner Junge soeben noch auf die Straße nachgetragen hat, hat er da noch nicht registriert. Und während des späten Abendessens im Stiftshof feiert Nikolaus Ludger dann ein wenig verhalten. Vielleicht, weil Dekan Thomas Pues mit am Tisch sitzt? Der ist bekennender Bayern-Fan.