Eine traurige Nachricht

Liebe Mitglieder und Freunde des Nikolaus-Collegium!

Plötzlich und unerwartet ist am Samstagabend unser langjährige Primas Bernhard Everword Schulze Wartenhorst in seinem 60. Lebensjahr verstorben. Wir sind tief betroffen und sehr traurig.

Bernhard trat dem Collegium im Jahre 1987 bei. 2003 wurde er zum Erzbischof ernannt. Bereits ein Jahr später übernahm Bernhard als Primas die Leitung des Collegium, die er erst im Sommer des letzten Jahres auf eigenen Wunsch in jüngere Hände legte.

Sowohl in seiner Zeit als Primas als auch danach bis zu seinem Tod hat sich Bernhard außerordentlich um die Pflege des Nikolausbrauchtums verdient gemacht. Seine größte Herzensangelegenheit war es immer, den unzähligen Kindern zum Nikolausabend eine Freude zu bereiten. Stets um Nachwuchs im Collegium und dessen Ausbildung bemüht, hat Bernhard in vielfältiger Weise die Abläufe rund um die Gestaltung des Nikolaustages geprägt. Der Kontakt und die Verbundenheit zu anderen Vereinen, Institutionen und den Freckenhorster Nachbargemeinschaften, die Leitung verschiedenster Veranstaltungen sowie die Ausgestaltung des Brauchtums selbst waren für Bernhard selbstverständlich. Dabei hatte er immer ein offenes Ohr für junge Nikolaus-Kollegen und Ruprechte.

Auch die 2009 ins Leben gerufene Nikolaus-Stiftung der Stifts-Stadt Freckenhorst ist von seinem Geist geprägt.

Mit Bernhard verlieren wir einen hochengagierten Mitstreiter im Collegium und in unserer Stiftung.

Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau Elke, seinen Kindern und seiner Familie.

Bernhard, wir wollen nicht trauern, dass wir dich verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir Dich hatten. Du wirst uns fehlen! Wir werden Dich nicht vergessen.

Mit stillem Gruß

Richard Poppenborg
Primas des Nikolaus-Collegium

Trauer um langjährigen Primas des Nikolaus-Collegiums

Aus “Die Glocke” vom 22.03.2017

Freckenhorst (gl). Plötzlich und unerwartet ist am Samstag der langjährige Primas des Freckenhorster Nikolaus-Collegiums, Bernhard Everword Schulze Wartenhorst, in seinem 60. Lebensjahr verstorben.
Schulze Wartenhorst trat dem Collegium 1987 bei. 2003 wurde er zum Erzbischof ernannt. Bereits ein Jahr später übernahm der Verstorbene als Primas die Leitung des Collegiums, die er erst im Sommer vorigen Jahres auf eigenen Wunsch in jüngere Hände gelegt hatte. Er war nach Friedel Rose, Hermann Klümper und Paul Klümper der vierte Primas des Nikolaus-Collegiums.

Sowohl in seiner Zeit als Primas als auch danach bis zu seinem Tod hat sich Bernhard Schulze Wartenhorst außerordentlich um die Pflege des Nikolausbrauchtums verdient gemacht. Stets ist es für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen, den zahlreichen Kindern der Stiftsstadt zu Nikolaus eine Freude zu bereiten. Er war immer um Nachwuchs im Collegium und dessen Ausbildung bemüht. Schulze Wartenhorst hat in vielfältiger Weise die Abläufe rund um die Gestaltung des Nikolaustags in Freckenhorst geprägt. Der Kontakt und die Verbundenheit zu anderen Vereinen, Institutionen und den Freckenhorster Nachbargemeinschaften, die Leitung verschiedener Veranstaltungen sowie die Ausgestaltung des Brauchtums selbst waren für ihn selbstverständlich.

Dabei hatte er immer ein offenes Ohr für junge Nikolaus-Kollegen und die Ruprechte. Auch die 2009 ins Leben gerufene Nikolaus-Stiftung in Freckenhorst ist von seinem Geist geprägt. Das Engagement von Schulze Wartenhaus ist längst nicht auf das Nikolaus-Brauchtum und auf die Vorweihnachtszeit beschränkt geblieben. Beteiligung an Aktionen zum Freckenhorster Herbst und zum Weihnachtsmarkt, Kontaktpflege (unter anderem mit der Nikolaus-Bewegung in Köln), Mitarbeit im Ortslenkungsausschuss und bei der Organisation der Sommerkonzerte sind in diesem Zusammenhang weitere Stichworte.

„Mit Bernhard Everword Schulze Wartenhorst verlieren wir einen hochengagierten Mitstreiter im Collegium und in unserer Stiftung“, erklärt Richard Poppenborg, jetziger Primas des Nikolaus-Collegiums. Die Gedanken der Collegiumsmitglieder seien bei seiner Ehefrau Elke, seinen Kindern und der Familie.

„Bernhard, wir wollen nicht trauern, dass wir Dich verloren haben, sondern dankbar dafür sein, dass wir Dich hatten. Du wirst uns fehlen! Wir werden Dich nicht vergessen“, schreibt Poppenborg.

Nikolauswesen mit Leib und Seele verkörpert

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 21.03.2017

Bernhard Everword Schulze Wartenhorst ist gestorben

Im Alter von 59 Jahren ist Bernhard Everword Schulze Wartenhorst am Samstag gestorben. Foto: Andreas Engbert

Freckenhorst – Im Alter von 59 Jahren ist am Samstagabend plötzlich und unerwartet Bernhard Everword Schulze Wartenhorst, langjähriger Primas des Nikolaus-Collegium der Stiftsstadt Freckenhorst, gestorben. 1987 war er dem Collegium beigetreten, 2003 wurde er zu dessen Erzbischof ernannt. Bereits ein Jahr später hatte er die Leitung des Collegiums inne, die er im Sommer vergangenen Jahres auf eigenen Wunsch in jüngere Hände legte.

Von Joke Brocker

Mit Bestürzung hat das Nikolaus-Collegium auf die Nachricht vom Tod seines langjährigen Primas Bernhard Everword Schulze Wartenhorst reagiert. In einer für das Collegium turbulenten Zeit hatte der Freckenhorster 2004 das Amt des Primas übernommen. Ein Kandidat, der die Anforderungen an einen Primas, die in den Statuten des Freckenhorster Nikolaus-Collegiums festgehalten sind, zweifellos erfüllte. „Der Primas“, heißt es dort, „muss ein aufrichtiger Mann mit enger Beziehung zu Freckenhorst sein und einen untadeligen Ruf genießen. Sein Handeln muss im Einklang mit den Werten des christlichen Glaubens stehen. Er muss sich durch Sitte und Klugheit auszeichnen.“

Unter der Regie Bernhard Schulze Wartenhorsts, der in seinem Tun stets von Ehefrau Elke unterstützt wurde, erhielt das Nikolaus-Collegium erst einmal neue Strukturen. Der Nikolaus-Verein wurde ins Leben gerufen, mit der Legis dem Collegium eine Rechts- und Verfahrensordnung an die Hand gegeben. Dass der Primas einer der Aktivposten war, als es darum ging, 2009 die Nikolaus-Stiftung ins Leben zu rufen, war allerdings nicht nur dem Amt geschuldet.

Bernhard Schulze Wartenhorst war ein echter Kinderversteher. „Seine größte Herzensangelegenheit war es immer, den unzähligen Kindern zum Nikolausabend eine Freude zu bereiten“, wissen seine Wegbegleiter aus dem Nikolaus-Collegium. Und um das Nikolaus-Brauchtum für eben diese Kinder zu bewahren und Projekte wie die Schwimmkurse für Kinder im Lehrschwimmbad, Ferienfreizeiten, Schul- oder Kita-Aktionen auch künftig fördern zu können, arbeitete der Primas mit aller Kraft am Aufbau der Stiftung mit. „Bernhard verkörpert das Nikolauswesen mit Leib und Seele“, befand Dekan Thomas Pues, als er den Primas im vergangenen Sommer verabschiedete.

Das Engagement des Freckenhorsters, der die Feierlichkeiten zum 60-jährige Bestehen des Vereins ebenso mitorganisierte wie die schon legendäre Fahrt nach Rom, beschränkte sich dabei nicht auf die Arbeit vor Ort. Der Primas knüpfte Kontakte zur Nikolausgilde in Hauzenberg und zum Generalvikar des Erzbistums Köln, Dr. Dominik Meiering. Es entstanden Freundschaften, die beispielsweise zur Teilnahme der Freckenhorster am bundesweiten Nikolaustreffen in Köln führten.

Und als wären die vielen Aufgaben, die dieses Amt mit sich brachte, nicht genug gewesen, engagierte sich der dreifache Vater im Ortslenkungsausschuss, fungierte als Mitorganisator der Sommerkonzerte am Schloss, als Lektor und im Schützenverein. Dort, wie könnte es auch anders sein, war er für die Kinderbelustigung zuständig.

Am kommenden Freitag, im Anschluss an das Seelenamt in der Stiftskirche (14 Uhr), wird Bernhard Everword Schulze Wartenhorst auf dem alten Friedhof beigesetzt.

Ehemaliger Primas verabschiedet

Aus “Die Glocke” vom 07.12.2016

Freckenhorst (bjo). „Jetzt weiß ich endlich, wie es ist, sich den Mund fusselig zu reden“: Mit einem launigen Spruch kommentierte Ralf Böhmer die Frage von Primas Richard Poppenborg nach dem Gefühl, zum ersten Mal als Nikolaus in Freckenhorster Familien unterwegs gewesen zu sein.

Ralf Böhmer und den übrigen Neu-Nikolausen Matthias Schauf, Kevin Kofoth, Dirk Freye, Patrick Kofoth und Christian Klosterkamp war beim Nikolausabend am Montag im Stiftshof Dühlmann allerdings auch die Freude ins Gesicht geschrieben, die die Besuche in den Familien und die strahlenden Kinderaugen mit sich gebracht hatten. Von dieser Freude wissen auch Rolf Mersmann, Malte Diem, Pia Rickmann, Gerrit Volkmann, Daniel Tünte, Theresa Brökelmann, Jan Gierhake, Katharina Freye und Franziska Bruns zu berichten, die am Montag erstmals als Ruprecht im Einsatz waren.

Und auch Beförderungen konnte Primas Richard Poppenborg beim traditionellen Nikolausabend, an dem 35 Nikolausgespanne und ihre Helfer nicht nur aus den Freckenhorster Nachbargemeinschaften teilnahmen, vornehmen. Florian Rompusch und Benedikt Meyer tragen ab sofort den Titel Nikolaus-Bischof, Julian Schulze Wartenhorst ist neuer Nikolaus-Erzbischof.

Über eine Ehrung durfte sich auch Werner Fabisch (Bild) freuen. Seit 40 Jahren fährt er Nikolaus und Ruprecht mit seiner Kutsche durch die Straßen der Stiftsstadt. Nur zwei Mal hatte die Kutschfahrt abgesagt werden müssen – 2010 wegen Glatteis und 2013 wegen eines Orkans.

Mit Wetterunbilden hatten die 35 Nikolaus-Gespanne in diesem Jahr nicht zu kämpfen: Beim Empfang auf dem Stiftsmarkt war es sonnig gewesen, später lediglich kalt.

Blieb den Nikolausen am Montag noch die offizielle Verabschiedung des Primas emeritus Bernhard Schulze Wartenhorst. „Du bist bis an deine Grenzen gegangen und wenn es nötig war, auch darüber hinaus“, würdigte Nikolaus-Dekan Thomas Pues die Verdienste des ehemaligen Primas. „Du warst Ansprechpartner für alle und alles.“

Pues erinnerte auch an entscheidende Weichenstellungen wie die Gründung der Nikolaus-Stiftung und des Nikolaus-Vereins, die Fahrten nach Rom, zum Nikolaustreffen nach Köln und nicht zuletzt auch zur Nikolaus-Gilde nach Hauzenberg. Dorthin wird Bernhard Schulze Wartenhorst demnächst mit seiner Frau Elke noch einmal fahren: Einen Gutschein für ein Candle-Light-Dinner überreichten die Nikolause ihrem Primas emeritus ebenso wie eine Figur des heiligen Nikolaus im Freckenhorster Gewand – eine neue Zierde für das kleine Nikolaus-Museum im Hause Schulze Wartenhorst.

Fussel und Museumsstücke

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 07.12.2016

Beim Nikolaus-Abend steht neben vielen Ehrungen auch der Abschied von
Bernhard Schulze Wartenhorst an

-en- FRECKENHORST. Fast alle der 35 Nikolausgespanne, die am Vorabend des Nikolausfestes alle Kinder in Freckenhorst besuchten, waren pünktlich zum gemeinsamen Abendessen wieder im Stiftshof Dühlmann, der in diesen Tagen quasi zur Nikolaus- Zentrale umfunktioniert wird. Traditionsgemäß wurde Gulasch serviert. In diesem Jahr mit gespendeten Kartoffeln – wofür der Spender gleich mit einem großen Kartoffel-Orden zum Kartoffelkönig ernannt wurde.
Überhaupt hatte Richard Poppenborg bei seinem ersten Nikolausabend als Primas am Abend einigen Dank auszusprechen. Viele Gruppen, Personen und auch Unternehmen haben sich engagiert, damit die Freckenhorster Nikolause mit ihren Ruprechten insgesamt rund 950 Kinder besuchen konnten.
Ein besonderer Dank galt Werner Fabisch, der den heiligen Mann nun seit 40 Jahren mit der Kutsche durch die Stiftsstadt fährt. Nur in zwei Jahren ist die Kutschfahrt witterungsbedingt ausgefallen.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Primas erhielt Bernhard Schulze Wartenhorst mit seiner Frau Elke einen originalgetreuen Mini- Nikolaus für das heimische Nikolausmuseum. Dekan Thomas Pues erinnerte an die Amtszeit, die 2004 begonnen hatte: „Als Primas warst Du immer Ansprechpartner für alle und für alles.“ Mit lang anhaltendem Applaus drückten die Anwesenden ihren Dank für Schulze Wartenhorsts langjährige Tätigkeit aus.
Premiere hatte an dem Nachmittag nicht nur der Primas: Dirk Freye, Ralf Böhmer, Matthias Schauf, Christian Klosterkamp, Kevin Kofoth und Patrick Kofoth waren erstmalig in das Gewand des Heiligen geschlüpft. „Ich weiß seit heute, was es heißt, sich den Mund fusselig zu reden“, hat Neu-Nikolaus Ralf Böhmer festgestellt, dass man als Nikolaus schon mal mit seinem Bart zu kämpfen hat. Die neuen Nikolause wurden zu Weihbischöfen befördert. Nach einigen Jahren im Amt wurden Benedikt Meyer und Florian Rompusch zum Bischof befördert und Julian Schulze Wartenhorst zum Erzbischof. In den Reihen der Ruprechte wurden Rolf Mersmann, Malte Diem, Gerrit Volkmann, Pia Rickmann, Daniel Tünte, Theresa Brökelmann, Jan Gierhake, Katharina Freye und Franziska Bruns begrüßt. Sie standen erstmals dem Nikolaus als Helfer zur Seite.

Schleppen statt reden

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 07.12.2016

Knecht Ruprecht spielt an der Seite des Nikolaus nur eine kleine Rolle – er darf den Sack tragen

Von Joke Brocker

WARENDORF. So ein Ruprecht ist auch nur ein Mensch und deshalb vor Erkältungen nicht gefeit. Mit Husten und Heiserkeit kommt der Helfer des Nikolaus noch zurecht. Schließlich übernimmt er keine Sprech-, sondern lediglich eine sacktragende Rolle. Richtig übel aber ist eine laufende Nase. Putzen geht nicht. Auch nicht mit von Witzbolden empfohlenen schwarzen Taschentüchern. Schon ein verstohlenes Tupfen der Nase würde das Werk der Maskenbildnerin zerstören. Während die Ankleidedamen 35 Nikolausen, die dem 1947 gegründeten Nikolaus-Collegium der Stiftsstadt Warendorf angehören, ins Ornat helfen, werden am Vorabend des Nikolaustages in der Maske wie am Fließband die Ruprechte geschminkt. Ohren, Haaransatz und Lippen inklusive. „Jetzt kann der Ruprecht nicht mehr knutschen“, lästert ein Fotograf, und die Maskenbildnerin droht dem breit grinsenden Ruprecht: „Jede Lachfalte bleibt weiß.“ Ruprecht stellt das Lachen ein, trainiert stattdessen eine rustikale Variante des Naseputzens: das Hochziehen.

Dieses soll sich, schon kurz nachdem die Nikolaus- und Ruprecht-Gespanne vom Primas des Nikolaus-Collegium in ihre Diözesen entsandt worden sind, beim ersten von zwölf Hausbesuchen bewähren.

Das Schniefen bekommt der Nikolaus, der mit Zweitnamen Ludger heißt, gar nicht mit. Er parliert mit Lea (9) und Luca (7) über Schule und Fußball. Von der vierjährigen Mia lässt er sich in die Hand versprechen, dass sie nächstes Jahr für ihn singen wird. Ganz bestimmt. Im gemütlichen Zuhause von Louis (5) und Liam (2) schwebt der Assistent des Nikolaus in Nöten, als der heilige Mann dem Adventskranz gefährlich nahe kommt. Nicht auszudenken, wenn das Gewand des Nikolaus, die „Albe“, Feuer finge. Auf die lange weihnachtliche Geschichte, die der Nikolaus nun vorliest, leicht stockend, weil er seine Lesebrille nicht dabeihat, die bei dem ewigen Rein und Raus ohnehin nur beschlüge, hat Liam gar keine Lust. Er tollt auf Mamas Schoß herum und ist froh, als der Besuch die mitgebrachten Süßigkeiten überreicht und verschwindet. Vor Davids Haustür dann eine Panne. Als der Fünfjährige öffnet, lassen Nikolaus und Ruprecht gerade ein Päckchen im Sack verschwinden, das Davids Mutter vor die Tür gelegt hatte. Der Knirps scheint das schon vergessen zu haben, als er den Besuchern beweist, dass er nicht nur bis 30, sondern sogar bis 90 zählen kann.

Kalle (7) und Frida (3), die vor allem den Ruprecht argwöhnisch beobachtet, halten für den Nikolaus eine Tüte selbst gebackener Plätzchen bereit. Während Nikolaus und Ruprecht sich imWohnzimmer aufwärmen, wartet auf einem Hof in einer Freckenhorster Bauerschaft noch eine musikalische Familie auf den Besuch. Und eine  echte Herausforderung in Form von Apfelringen, die der achtjährige Jaron mit seiner neuen Maschine aus dem Adventskalender produziert und mit denen der Ruprecht den Nikolaus zu füttern versucht. Apfelringe und Vollbärte vertragen sich nicht. Vielleicht sollte sich der Nikolaus vom Christkind einen Rasierapparat wünschen? Und der Ruprecht, auch am Nikolaustag noch nicht porentief rein, wünscht sich eine Abschminkdame.

Hunderte Kinder heißen den Nikolaus willkommen

die-glocke-06-12-2016-1Aus “Die Glocke” vom 06.12.2016

Der neue Primas des Nikolaus-Collegiums stand gestern erstmals in der Verantwortung für die Nikolaus-Besuche in den Freckenhorster Familien und damit auch auf der Treppe der Boeselagerschen Kurie, als der Nikolaus und Knecht Ruprecht gestern Nachmittag von zahlreichen Kindern in der Stiftsstadt begrüßt wurde. „Habt ihr schon lange gewartet?“, fragte der heilige Mann, der auch in diesem Jahr wieder von Thomas Pues dargestellt wurde. Ein lautes „Jaaaa!“ war die Antwort. Natürlich hatten die Kinder den Nikolaus sehnsüchtig erwartet – und in den vorigen Tagen auch Lieder und Gedichte einstudiert, die sie dem Nikolaus, dem Ruprecht, Primas Richard Poppenborg, der Stellvertretenden Bürgermeisterin Doris Kaiser, Dechant Manfred Krampe und den Kindern und Eltern auf dem Kirchplatz vortrugen. Für die mutigen Kinder, die den Weg zu ihm gefunden hatten und mit dem Mikrofon in der Hand einen Vortrag wagten, hatte der Nikolaus lobende Worte parat.

Im Namen der Stadt dankte Doris Kaiser dem Nikolaus für seinen Besuch in Freckenhorst und allen Organisatoren im Nikolaus-Collegium und in den Nachbargemeinschaften für ihren Einsatz. Sie alle machten es möglich, das Nikolaus-Fest zu feiern und die Tradition zu bewahren.

Mit der Kutsche machten sich Nikolaus, Ruprecht, Primas emeritus Bernhard Everward Schulze Wartenhorst und Bürgermeisterin Doris Kaiser im Anschluss an den Empfang auf den Weg durch die Nachbargemeinschaft Negerdorf. Und die Kinder eilten mit ihren Eltern nach Hause, um auf den persönlichen Besuch des Nikolauses zu warten.

„Euer großer Tag!“

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 06.12.2016

wn-2016-12-06Der Heilige Nikolaus erfreut mit seinen Helfern die Kinder in der Stiftsstadt

-en- FRECKENHORST. Einen großen Empfang bereiteten die Kinder aus der Stiftsstadt gestern Nachmittag dem Heiligen Nikolaus. Vor der Stiftskirche begrüßten sie den langbärtigen Bischof, der von Thomas Pues verkörpert wurde, und seinen Helfer, den Knecht Ruprecht (Obermuff Rainer Poppenborg) voller Freude. Mit Gedichten und Liedern, die einige Kinder extra für den Nikolausabend gelernt haben, beeindruckten sie den Heiligen Mann, der bei strahlendem Sonnenschein zu Fuß auf den Kirchplatz gekommen war. Beeindruckt waren auch Pfarrdechant Manfred Krampe, die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser und Nikolaus-Primas Richard Poppenborg, der den Kindern als enger Vertrauter des Nikolaus vorgestellt wurde. Sie begrüßten den Nikolaus von offizieller Seite. „Es ist heute euer großer Tag“, machte Doris Kaiser den Kindern Mut, sich auf den Besuch des Nikolaus zu freuen und keine Angst vor seinem Helfer zu haben: „Der Ruprecht ist ein ganz lieber!“ Als dann Ruprecht, Nikolaus und Bürgermeisterin in die Kutsche stiegen, machten sich die Kinder auf den Heimweg, um dort den Nikolaus – oder einen seiner 35 Vertreter aus  dem Collegium – persönlich zu empfangen. | Weiterer Bericht folgt