37 Nikolause und Ruprechte ziehen Bilanz

Aus “Die Glocke” vom 07.12.2018

Freckenhorst (bjo). Anno 1957 war noch alles anders. Damals, zehn Jahre nach der Gründung des Nikolaus-Collegiums, waren gerade sieben Nikolause in der Stiftsstadt unterwegs. „Wir haben 1000 Kinder besucht“, sagte der damalige Primas Friedel Rose am Mittwoch beim Nikolausabend im Stiftshof Dühlmann.

„Da konnte es schon mal passieren, dass der Nikolaus um 23 Uhr zu Besuch kam“, blickte Rose zurück. Die Zeiten haben sich geändert. Zwar waren es auch diesmal rund 1000 Kinder, die Nikolaus und Ruprecht in der Stiftsstadt besuchten. Eine Aufgabe, die sich in diesem Jahr 37 Nikolausgespanne teilten, die auf die Unterstützung vieler Helfer aus den Nachbargemeinschaften zählen konnten. Und so waren es am Mittwochabend 171 Personen, die nach getaner Arbeit zum Abschluss im Saal Dühlmann zusammengekommen waren. Sie alle konnten sich beim Essen stärken – traditionell Gulasch mit Kartoffeln und Gurken – und Erlebnisse aus den Besuchen in den Familien austauschen.

Im Mittelpunkt allerdings standen Beförderungen. So hat das Nikolaus-Collegium einen neuen Kardinal. Diesen Titel trägt ab sofort der bisherige Erzbischof Rüdiger Braun. Die Beförderung, die Primas Richard Poppenborg aussprach, ist sicher auch eine Anerkennung für die viele Arbeit, die Braun zusammen mit August Weiser und Thomas Pues in die Entwicklung einer Fahne für das Collegium investiert hat. In rot-gold soll sie entstehen und die Silhouette des Stiftskirchenturms ebenso zeigen wie das Wappen des Collegiums und die Namenszüge der Nachbargemeinschaften. Rund 5000 Euro soll sie kosten. „Uns ist bewusst, dass man dafür viele Tüten packen kann“, sagte Richard Poppenborg. Deshalb wolle man zur Finanzierung der Fahne auch Rücklagen aus Stiftung oder Verein verwenden, sondern um Spenden bitten. Erste Beiträge kamen am Mittwoch schon als Strafzahlungen für kleinere oder größerer Verfehlungen zusammen.

Über Nachwuchsmangel kann sich das Collegium nicht beklagen. Birte Wesseler, Alex Schmidt, Daniela Kleinelanghorst, Bernd Hövener, Kathrin Raatz und Jürgen Beuning waren in diesem Jahr zum ersten Mal als Ruprechte im Einsatz.

Zum Nikolaus-Bischof wurden Matthias Bruns, Dr. Stefan klumpe und Martin Decker befördert. Aus der Elternzeit ist Ludger Wesseler in den aktiven Nikolaus-Dienst zurückgekehrt.

900 Jungen und Mädchen warten auf den Nikolaus

Aus “Die Glocke” vom 06.12.2018

Freckenhorst (bjo). Es war Schwerstarbeit, die gestern in der Stiftsstadt auf den Nikolaus wartete: 568 Freckenhorster Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren durften sich auf den Besuch des heiligen Mannes und seines treuen Knechts Ruprecht freuen.

Freckenhorst (bjo). Es war Schwerstarbeit, die gestern in der Stiftsstadt auf den Nikolaus wartete: 568 Freckenhorster Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren durften sich auf den Besuch des heiligen Mannes und seines treuen Knechts Ruprecht freuen. „Hinzu kommen noch die Gastkinder“, weiß Nikolaus-Primas Richard Poppenborg. Rund 900 Jungen und Mädchen warteten also in den Familien auf hohen Besuch. Zahlreiche Kinder waren mit ihren Eltern und Großeltern schon am Nachmittag auf den Kirchplatz gekommen, um den Nikolaus willkommen zu heißen. Begeistert wurde der heilige Mann, d

„Hinzu kommen noch die Gastkinder“, weiß Nikolaus-Primas Richard Poppenborg. Rund 900 Jungen und Mädchen warteten also in den Familien auf hohen Besuch.

Zahlreiche Kinder waren mit ihren Eltern und Großeltern schon am Nachmittag auf den Kirchplatz gekommen, um den Nikolaus willkommen zu heißen. Begeistert wurde der heilige Mann, dargestellt von Nikolaus-Patriarch Thomas Pues und begleitet vom Ruprecht, den Jascha Stammkötter verkörperte, vor der Boeselager’schen Kurie begrüßt. Viel Zeit hatte sich der Nikolaus genommen, um die Hände der wartenden Kinder zu schütteln, sie freundlich auf dem Kirchplatz zu begrüßen und sich für den schönen Empfang zu bedanken.

Offiziell begrüßt wurde der Nikolaus durch die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Pfarrdechant Manfred Krampe und Richard Poppenborg als Primas des Nikolaus-Collegiums, das Jahr für Jahr wieder dafür Sorge trägt, dass sich die jungen Menschen auf den Besuch und süße Tüten freuen können.

„Wir dürfen stolz auf diese einmalige Tradition hier in Freckenhorst sein“, zeigte sich Doris Kaiser überzeugt und dankte allen, die dazu beitragen, sie am Leben zu erhalten – von den Helfern in den Nachbargemeinschaften über die Aktiven im Nikolaus-Collegium, der Nikolaus-Stiftung oder im Nikolaus-Verein.

Im Mittelpunkt des Empfangs standen aber die Kinder. Einige hatten Lieder und Gedichte auswendig gelernt und fanden den Mut, sie auf der Treppe der Kurie vorzutragen. Andere überreichten selbstgemalte Bilder oder stiegen die Treppe hoch, um dem Nikolaus die Hand zu schütteln. Nikolaus und Knecht dankten den Kindern für ihre Vorträge und ermutigten sie, die Lieder und Gedichte auch beim Besuch in den Familien vorzutragen: Denn: „Der Nikolaus hört das gern.“

Nikolause beim Papst?

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 26.11.2017

Freckenhorst – 37 Gespanne aus Nikolaus, Ruprecht und Helfenden der Nachbargemeinschaften werden am Nikolausabend alle Kinder in der Stiftsstadt besuchen. Das ist eine Diözese mehr als im Vorjahr: „Wir haben nicht mehr Kinder auf der Liste stehen, die Verteilung ist nur etwas geändert worden“, begründete Primas Richard Poppenborg die Veränderung. Und er war sichtlich zufrieden, dass alle Positionen auch in diesem Jahr wieder besetzt werden können: „Ich freue mich mit Euch auf die spannendste Jahreszeit für einen Nikolaus.“ Von Andreas Engbert

Der stellvertretende Geschäftsführer Stefan Altefrohne (rechts) blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Geschäftsführer Dieter Kral (links) hatte die Finanzen des Vereins hinter dem Nikolaus-Collegium im Blick. Und Primas Richard Poppenborg freut sich schon auf den diesjährigen Nikolausabend am 5. Dezember. Foto: Andreas Engbert

Die Freckenhorster Kinder dürfen sich auch in diesem Jahr wieder auf den 5. Dezember freuen. Denn dann werden sie wieder Besuch vom heiligen Nikolaus erhalten. Am Freitag trafen sich die Mitglieder des Nikolaus-Collegiums zur sogenannten Wintersynode im Stiftshof Dühlmann, um den diesjährigen Nikolausabend zu planen. Dort wurden gemäß den Statuten die Gebiete – in Nikolaus-Fachsprache Diözesen genannt – in den sieben Freckenhorster Nachbargemeinschaften an die Nikolause und ihre Ruprechte verteilt. 37 Gespanne aus Nikolaus, Ruprecht und Helfenden der Nachbargemeinschaften werden am Nikolausabend alle Kinder in der Stiftsstadt besuchen. Das ist eine Diözese mehr als im Vorjahr: „Wir haben nicht mehr Kinder auf der Liste stehen, die Verteilung ist nur etwas geändert worden“, begründete Primas Richard Poppenborg die Veränderung. Und er war sichtlich zufrieden, dass alle Positionen auch in diesem Jahr wieder besetzt werden können: „Ich freue mich mit Euch auf die spannendste Jahreszeit für einen Nikolaus.“
Spannend dürfte der Abend auch für sechs Ruprechte werden, die erstmalig mit dabei sind. Sie wurden zur Begrüßung direkt mit einem einheitlichen roten Schal und einem standesgemäßem Jutesack ausgestattet.
Im Vorfeld der Synode wurde die Versammlung des hinter dem Nikolaus-Collegium stehenden Vereins abgehalten. Zufrieden blickte der stellvertretende Geschäftsführer Stefan Altefrohne auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Neben dem Nikolausabend waren das vor allem die Stände auf dem Weihnachtsmarkt und dem Freckenhorster Herbst, mit deren Überschuss ein großer Teil den Nikolausbrauchtums finanziert werde. Dazu wurde auch die Zusammenarbeit zwischen dem Vereinsvorstand, dem Konsistorium des Collegiums und der Nikolaus-Stiftung intensiviert.
Geschäftsführer Dieter Kral stellte die Zahlen vor und hatte ebenfalls Erfreuliches zu vermelden. Fast 200 Mitglieder zähle der Verein. Eine Marke, die noch am Abend überschritten werden konnte. Er dankte allen Helfern, die verlässlich den Verein bei seinen Aktivitäten unterstützen und der Stiftung für die gute Zusammenarbeit. So sei eine nachhaltige Finanzierung des Brauchtums gewährleistet.
Geschäftsführer Dieter Kral wurde einstimmig im Amt bestätigt.
Für die Nikolaus-Stiftung berichtete Peter Marberg, dass seit 2010 insgesamt 21 660 Euro für Kinder- und Jugendarbeit ausgeschüttet wurden; der größte Teil davon für das Nikolausbrauchtum. Derzeit werde jede Geschenktüte, die die heiligen Männer den Freckenhorster Kindern mitbringen, mit drei Euro bezuschusst.
Für 2020 kündigte Primas Richard Poppenborg einen Besuch bei der befreundeten Nikolaus-Gilde in Hauzenberg an. Im Jahr darauf plane Pfarrer Bernhard Lütkemöller, Mitglied im Stiftungs-Kuratorium, für das Collegium eine Reise nach Rom. Ob ein Besuch beim Papst geplant ist, wurde nicht verraten.

Nikolause stehen in den Startlöchern

Aus “Die Glocke” vom 26.11.2018

Freckenhorst (kle). Die Weihnachtszeit wirft ihre Schatten voraus, in dieser Woche steht der erste Advent an. Dann ist es auch nicht mehr lange bis zum 5. Dezember, an dem in Freckenhorst die Nikolause und Ruprechte des Nikolaus-Collegiums wieder einmal durch die Stiftsstadt ziehen werden.
Um die letzten Vorbereitungen abzustimmen, haben sich die Mitglieder des Vereins am Freitagabend zur Versammlung getroffen, ehe bei der anschließenden Wintersynode unter anderem die Diözesen an die Nikolause und ihre Ruprechte verteilt wurden.
Die Versammlung wurde von Primas Richard Poppenborg eröffnet, der sich über die zahlreichen Besucher freute. Für den Jahresbericht gab er das Wort an Stefan Altefrohne, der die Monate seit dem jüngsten Nikolaustag Revue passieren ließ. In dieser Zeit war das Nikolaus-Collegium mit einem Stand beim Freckenhorster Weihnachtsmarkt sowie beim Freckenhorster Herbst vertreten. Dazu kamen mehrere Vorstandstreffen.
Dass sich das Engagement des Nikolaus-Collegiums auszahlt, wurde beim Finanzbericht von Geschäftsführer Dieter Kral deutlich. „Wir haben mittlerweile fast 200 Mitglieder und damit unseren starken Anstieg fortgesetzt“, berichtete er den Anwesenden bei der Versammlung.
Darüber hinaus konnte Dieter Kral auch im Hinblick auf die finanzielle Situation des Vereins durchweg positive Zahlen vermelden. Allerdings appellierte er an die Mitglieder, sich vermehrt an den Ständen beim Weihnachtsmarkt und Freckenhorster Herbst einzubringen, um die Last auf noch mehr Schultern zu verteilen.
Aufgrund der positiven Berichte wurden der Geschäftsführer und der Vorstand einstimmig entlastet. Dieter Kral wurde anschließend ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurde beschlossen, den Jahresbeitrag bei fünf Euro zu belassen. Peter Marberg berichtete aus der Arbeit der Nikolaus-Stiftung, die im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Collegium einen Finanzplan erarbeiten will, um die Finanzierung der Arbeit des Collegiums für die nächsten Jahre genauer zu planen.
In der sich anschließenden Wintersynode wurde es dann für alle Nikolause und Ruprechte spannend: Die 37 Diözesen, die dieses Jahr besucht werden, wurden zugeteilt. Außerdem wurden weitere Besuche, etwa in Kindergärten, vergeben.
Richtig los geht es am kommenden Samstag, 1. Dezember, wenn das Kranz- und Rutenbinden ansteht, ehe am 5. Dezember der heilige Nikolaus durch die Stiftsstadt ziehen wird.

Kinder basteln am Stand Nikolausstiefel

Aus “Die Glocke” vom 12.10.2018

Freckenhorst (gl). Bis zum Nikolaustag sind es noch einige Tage hin – doch beim Freckenhorster Herbst haben alle Kinder die Gelegenheit, sich hierauf schon einmal einzustimmen. Denn am Stand des Nikolaus-Collegiums, der an gewohnter Stelle an der Industriestraße steht, gibt es wieder eine besondere Aktion für Kinder. In Kooperation mit den Freckenhorster Kindergärten und unter Anleitung von Erzieherinnen können sie Nikolausstiefel basteln. „Und wie vom Nikolaus nicht anders zu erwarten, werden die Stiefel natürlich mit allerlei Leckereien befüllt, und zwar auf dem Freckenhorster We

Denn am Stand des Nikolaus-Collegiums, der an gewohnter Stelle an der Industriestraße steht, gibt es wieder eine besondere Aktion für Kinder. In Kooperation mit den Freckenhorster Kindergärten und unter Anleitung von Erzieherinnen können sie Nikolausstiefel basteln.

„Und wie vom Nikolaus nicht anders zu erwarten, werden die Stiefel natürlich mit allerlei Leckereien befüllt, und zwar auf dem Freckenhorster Weihnachtsmarkt am Sonntag, 16. Dezember, ab 15 Uhr an der Plumbude des Collegiums vor der Volksbank“, sagt Primas Richard Poppenborg. Dazu lädt das Nikolaus-Collegium alle beteiligten Kinder und ihre Eltern schon heute ein.

Wie schon bei vergangenen Malaktionen haben während der Bastelstunde der Kinder (nicht nur) die Eltern die Möglichkeit, sich am Stand des Collegiums bei köstlichem Spießbraten und Getränken zu stärken und sich über die Aktivitäten des Nikolaus-Collegiums zu informieren. Die Nikolause und Ruprechte samt ihrer zahlreichen Helfer freuen sich auf viele Kinder und ihre Eltern.

Und nach dem Freckenhorster Herbst beginnen dann bereits die Vorbereitungen auf die Nikolauszeit und die vielen nachgelagerten Besuche ab dem 6. Dezember. Vor allem in Kindergärten und Schulen ist der Nikolaus gern zu Gast. Doch auch andere Institutionen, Vereine, Familien oder Firmen wünschen sich den Besuch von Nikolaus und Ruprecht. Das Collegium bittet alle Interessenten, einen Besuchswunsch rechtzeitig ausschließlich über die Internetseite des Nikolaus-Collegium zu übermitteln. „Da alle Nikolause und Ruprechte sowie ihre Helfer ehrenamtlich tätig sind, sind die Möglichkeiten zu nachgelagerten Besuchen begrenzt. Es können nur Online-Anfragen berücksichtigt werden, um die Koordination sicherzustellen“, so der Primas. Das Besuchsprotal wird ab Dienstag, 16. Oktober, wieder geöffnet sein.

Nachwuchs heißt den Nikolaus willkommen

Aus “Die Glocke” vom 06.12 .2017

Freckenhorst (kle). „Da kommt der Nikolaus“, riefen die ersten Kinder auf dem Freckenhorster Stiftsmarkt begeistert, und sofort war der ganze Platz in heller Aufregung. Die kleinen Besucher liefen umher, um den Heiligen Mann zu sehen und ihn gebührend willkommen zu heißen. Einige Mädchen und Jungen hatten Glück. Sie waren eigentlich zu spät mit ihren Eltern und Großeltern losgegangen, um rechtzeitig am Stiftsmarkt anzukommen. Dann aber trafen sie den Nikolaus und seinen Knecht Ruprecht, die auf dem Weg zu den wartenden Kindern waren, und waren so die allerersten, die ihm die Hand s

Einige Mädchen und Jungen hatten Glück. Sie waren eigentlich zu spät mit ihren Eltern und Großeltern losgegangen, um rechtzeitig am Stiftsmarkt anzukommen. Dann aber trafen sie den Nikolaus und seinen Knecht Ruprecht, die auf dem Weg zu den wartenden Kindern waren, und waren so die allerersten, die ihm die Hand schütteln und ein kleines Gedicht aufsagen durften.

Beim Einzug des Nikolaus spielte der Berittene Fanfarenzug auf und der Nikolaus nahm sich reichlich Zeit, seine jungen Fans zu begrüßen. Zwei Mädchen durften ihn sogar bei der Begrüßung begleiten und seinen Bischofsstab ein Stück des Weges tragen.

An der Boeselager’schen Kurie warteten schon die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Dechant Manfred Krampe und Primas Richard Poppenberg auf den Nikolaus, den in diesem Jahr wieder Thomas Pues spielte, und Knecht Ruprecht, den Rainer Poppenborg darstellte. Gemeinsam mit Doris Kaiser begrüßte der Nikolaus seine Gäste und dankte dem Primas des Nikolaus-Collegiums, ohne das das ganze Fest nicht organisiert werden könne. Auch die Stellvertretende Bürgermeisterin dankte dem Collegium. „Denn der Nikolaus ist ja kein junger Mann mehr und braucht ganz viele Helfer“, erklärte sie den Kindern.

Dann wurde es wieder spannend, als der Nikolaus die kleinen Besucher einlud, zu ihm zu kommen und ein Gedicht aufzusagen oder ein Lied zu singen. Es fanden sich gleich mehrere mutige Kinder, die das Mikrofon annahmen und vor den vielen Eltern und anderen Mädchen und Jungen ein Gedicht aufsagten und dafür lobende Worte vom Nikolaus sowie Applaus von allen anderen bekamen.

Nachdem der Nikolaus mit Doris Kaiser ein Weihnachtslied angestimmt und ein Gruppenbild mit allen Kindern gemacht hatte, nahm er zusammen mit seinem Knecht Ruprecht und der Stellvertretenden Bürgermeisterin in seiner Kutsche Platz und machte sich auf den Weg. Jetzt wollten auch die Sprösslinge ganz schnell mit ihren Eltern nach Hause, denn sie wollten unbedingt rechtzeitig zurück sein, um dem Nikolaus die Haustür aufzumachen, ihn zu begrüßen, vielleicht auch ein Gedicht aufzusagen und ein schönes Geschenk von ihm zu bekommen.

35 Nikolaus-Gespanne sind unterwegs

Aus “Die Glocke” vom 27.11.2017

Freckenhorst (bjo). Das Nikolaus-Collegium ist auf einem guten Weg: 172 Mitglieder zählt es derzeit, zwölf mehr als vor einem Jahr. Aber nicht nur die Mitgliederentwicklung ist erfreulich. Dank großen Engagements beim Freckenhorster Herbst und beim Weihnachtsmarkt sowie der Unterstützung durch die Nachbargemeinschaften konnte Kassierer Dieter Kral während der Mitgliederversammlung im Stiftshof einen ausgesprochen erfreulichen Finanzbericht vorlegen.

„Es war ein erfolgreiches Jahr“, bilanzierte er die Kassenlage. Mit erwirtschafteten Überschüssen erhöht das Collegium das Kapital der Freckenhorster Nikolaus-Stiftung, um so das Nikolaus-Brauchtum in der Stiftsstadt auch zukünftig auf finanziell sichere Beine zu stellen. Eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags ist dafür jedenfalls nicht erforderlich. Deshalb votierte die Versammlung am Freitag einstimmig dafür, den Jahresbeitrag von fünf Euro auch in 2018 beizubehalten.

Ebenfalls unverändert bleibt der Vereinsvorstand, wurde doch Stefan Altefrohne von der Versammlung einstimmig als Stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. In seinem Jahresbericht hatte Altefrohne zuvor an die Planungen und den Bau einer neuen Weihnachtsmarkthütte ebenso erinnert wie an das Sommerkonzil und den schon traditionellen Spießbratenverkauf beim Freckenhorster Herbst. Trotz des verregneten Samstags habe man 220 Kilo Braten verkauft, 25 Kilo Zwiebeln verarbeitet und 40 Kilo Holzkohle verfeuert, berichtete Altefrohne und dankte allen fleißigen Helfern. Zum neuen Kassenprüfer wurde Michael Wilczek gewählt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Vereins stand die Wintersynode des Nikolaus-Collegiums auf dem Programm. Wichtigste Aufgabe für Primas Richard Poppenborg war es dabei, die 35 Diözesen der Stiftsstadt mit Nikolaus-Gespannen zu besetzen. „Wir werden 658 Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren besuchen“, sagte Poppenborg. Dazu kommen noch die Gastkinder, die über die Freckenhorster Nachbargemeinschaften angemeldet werden müssen. Mit 35 Nikolaus-Gespannen wird in diesem Jahr ein Team aus Nikolaus und Ruprecht mehr unterwegs sein als noch 2017: „Blumenthal bekommt ein Nikolaus-Gespann mehr“, sagt Richard Poppenborg. Gemeinsam mit den Nikolausen und Ruprechten gedachte er während der Wintersynode den verstorbenen Collegiums-Mitgliedern, ganz besonders dem ehemaligen Primas Bernhard Schulze Wartenhorst sowie Heiner Schulze Niehues.

Weitere Impressionen des Abends: http://nikolaus-collegium.de/bilder-seite/Das%20Jahr%202017/Wintersynode/

1100 süße Tüten stehen bereit

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 27.11.2017

Der Vorstand des Vereins hinter dem Nikolaus-Collegium, Stefan Altefrohne, Primas Richard Poppenborg und Dieter Kral, freuen sich schon auf den Nikolausabend am 5. Dezember. Damit die Nikolause eine passende Mitra tragen, nahm Michael Kraß Maß, hier bei Herman Schauf. Foto: Andreas Engbert

Den Kalender fest im Blick: „Bald ist Nikolausabend da!“ sangen die Nikolause und Ruprechte des Nikolaus-Collegiums am Freitag als sie sich zur Vorbereitung zur Wintersynode mit vorhergehender Mitgliederversammlung im Stiftshof Dühlmann trafen.

36 Nikolaus-Gespanne werden in diesem Jahr am 5. Dezember (Dienstag) alle Freckenhorster Kinder und etliche Gastkinder persönlich besuchen. Das ist ein Nikolaus mehr als im Vorjahr. Einiges hatten die Verantwortlichen um Primas Richard Poppenborg in ihren Listen zu bearbeiten. Etliche Diözesen, wie die Gebiete eines Nikolausgespanns in Fachsprache genannt werden, waren neu zu besetzen. So sind auch in diesem Jahr wieder einige Nikolause erstmalig in dieser Funktion unterwegs. Außerdem durften alle Nikolause einmal zur Messung des Kopfumfangs antreten, damit am Nikolausabend die passenden Mitren schnell bereit liegen.

„Da muss der Storch tief geflogen sein“, merkte Dekan Thomas Pues angesichts der 568 Kinder an. Hinzu kommen noch Gastkinder. 1100 Tüten haben die Nachbargemeinschaften, die eng mit dem Collegium zusammenarbeiten, in diesem Jahr gepackt. Tüten für Gastkinder können über die Ansprechpartner der Nachbargemeinschaften geordert werden. In ihnen finden sich Obst, Nüsse und natürlich ein echter Schokoladen-Nikolaus – in diesem Jahr zentral beschafft, sodass in der gesamten Stiftsstadt die Geschenktüten einheitlich sind.

Unterstützung erhielten die Nachbargemeinschaften bei der Finanzierung erneut von der Nikolaus-Stiftung. August Weiser erläuterte – für alle Neuzugänge – noch einmal die Idee hinter der Stiftung, das Engagement der Nachbargemeinschaften und des Nikolaus-Collegiums um das Nikolausbrauchtum auf ein festes finanzielles Fundament zu stellen: 2009 gegründet, hat die Stiftung inzwischen 22 650 Euro ausgeschüttet. Neben der Finanzierung der Tüten auch an andere Projekte für Kinder in Freckenhorst. Primas Richard Poppenborg dankte den Aktiven für die Unterstützung und betonte, dass man in Zukunft noch enger mit der Stiftung zusammenarbeiten werde.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des hinter dem Nikolaus-Collegium stehenden Vereins wurde der stellvertretende Geschäftsführer Stefan Altefrohne einstimmig im Amt bestätigt.

Weitere Impressionen des Abends: http://nikolaus-collegium.de/bilder-seite/Das%20Jahr%202017/Wintersynode/

Nikolaus-Collegium startet in die aktionsreiche Jahreszeit

Aus “Die Glocke” vom 22.09.2017

Freckenhorst (gl). Wenn der Sommer sich ein letztes Mal aufbäumt, ist es Zeit, Zeit, um sich auf die bevorstehenden Aktivitäten rund um den Nikolaustag vorzubereiten. Und so starteten jetzt mehr als 30 Nikolause, Ruprechte und Helfer mit dem traditionellen Sommerkonzil in die diesjährige Nikolauszeit.
Zunächst nahmen sie an der Vorabendmesse in der Stiftskirche teil, bei der im Jahr des 70-jährigen Bestehens des Collegiums insbesondere des im Frühling unerwartet gestorbenen Primas a.D. Bernhard Schulze Wartenhorst und aller weiteren Verstorbenen des Nikolaus-Collegiums gedacht wurde. Die anschließende Radtour führte zum Hof Peveling. Dort konnten sich die Teilnehmer vom Baufortschritt der neuen Verkaufshütte, die beim Freckenhorster Herbst erstmalig zum Einsatz kommen soll, überzeugen. Primas Richard Poppenborg informierte über die bereits erledigten Arbeiten und dankte insbesondere den ehrenamtlichen Helfern für ihre fleißige Unterstützung.
Anschließend fuhren die Nikkolause und Ruprechte zum Vereinsheim der Soldatenkameradschaft, wo die weiteren Aktivitäten dieses Jahres besprochen wurden und der Abend in gemütlicher Runde ausklang.

Trauer um langjährigen Primas des Nikolaus-Collegiums

Aus “Die Glocke” vom 22.03.2017

Freckenhorst (gl). Plötzlich und unerwartet ist am Samstag der langjährige Primas des Freckenhorster Nikolaus-Collegiums, Bernhard Everword Schulze Wartenhorst, in seinem 60. Lebensjahr verstorben.
Schulze Wartenhorst trat dem Collegium 1987 bei. 2003 wurde er zum Erzbischof ernannt. Bereits ein Jahr später übernahm der Verstorbene als Primas die Leitung des Collegiums, die er erst im Sommer vorigen Jahres auf eigenen Wunsch in jüngere Hände gelegt hatte. Er war nach Friedel Rose, Hermann Klümper und Paul Klümper der vierte Primas des Nikolaus-Collegiums.

Sowohl in seiner Zeit als Primas als auch danach bis zu seinem Tod hat sich Bernhard Schulze Wartenhorst außerordentlich um die Pflege des Nikolausbrauchtums verdient gemacht. Stets ist es für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen, den zahlreichen Kindern der Stiftsstadt zu Nikolaus eine Freude zu bereiten. Er war immer um Nachwuchs im Collegium und dessen Ausbildung bemüht. Schulze Wartenhorst hat in vielfältiger Weise die Abläufe rund um die Gestaltung des Nikolaustags in Freckenhorst geprägt. Der Kontakt und die Verbundenheit zu anderen Vereinen, Institutionen und den Freckenhorster Nachbargemeinschaften, die Leitung verschiedener Veranstaltungen sowie die Ausgestaltung des Brauchtums selbst waren für ihn selbstverständlich.

Dabei hatte er immer ein offenes Ohr für junge Nikolaus-Kollegen und die Ruprechte. Auch die 2009 ins Leben gerufene Nikolaus-Stiftung in Freckenhorst ist von seinem Geist geprägt. Das Engagement von Schulze Wartenhaus ist längst nicht auf das Nikolaus-Brauchtum und auf die Vorweihnachtszeit beschränkt geblieben. Beteiligung an Aktionen zum Freckenhorster Herbst und zum Weihnachtsmarkt, Kontaktpflege (unter anderem mit der Nikolaus-Bewegung in Köln), Mitarbeit im Ortslenkungsausschuss und bei der Organisation der Sommerkonzerte sind in diesem Zusammenhang weitere Stichworte.

„Mit Bernhard Everword Schulze Wartenhorst verlieren wir einen hochengagierten Mitstreiter im Collegium und in unserer Stiftung“, erklärt Richard Poppenborg, jetziger Primas des Nikolaus-Collegiums. Die Gedanken der Collegiumsmitglieder seien bei seiner Ehefrau Elke, seinen Kindern und der Familie.

„Bernhard, wir wollen nicht trauern, dass wir Dich verloren haben, sondern dankbar dafür sein, dass wir Dich hatten. Du wirst uns fehlen! Wir werden Dich nicht vergessen“, schreibt Poppenborg.