Nikolaus kommt in Freckenhorst nicht über die Schwelle

Aus “Die Glocke” vom 28.11.2021

Die Kinder in Freckenhorst müssen auf den traditionellen Hausbesuch des Nikolauses verzichten. Die Tüten werden vor die Haustüren gelegt.

Auch diesmal kommt in Freckenhorst der Nikolaus. Hausbesuche wird er aber nicht machen.

Freckenhorst (gl) – Schweren Herzens haben Vorstand und Konsistorium des Nikolaus-Collegiums entschieden, dass aufgrund der Pandemie-Entwicklung auch in diesem Jahr ein persönlicher Besuch von Nikolaus und Ruprecht in den Familien nicht stattfinden kann. Die Gesundheit sowohl der Kinder und ihrer Familien wie auch aller anderen Beteiligten sei oberstes Gebot in dieser schweren Zeit.

Trotzdem kleine Freude

Trotzdem will das Nikolaus-Collegium den Kindern eine kleine Freude bereiten. So werden auch in diesem Jahr am Spätnachmittag des Nikolausabends (Sonntag) wieder allen Freckenhorster Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren die bunte knisternde Tüte vor die Tür gelegt. Hierbei wird das Nikolaus-Collegium einmal mehr tatkräftig durch die Helferinnen und Helfer aus den Nachbargemeinschaften unterstützt. 

Kerze ins Fenster

Hilfreich ist wieder immer das Aufstellen einer Kerze oder ein kleines Lichtes im Fenster oder in der Einfahrt. Der Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht werden auch dieses Jahr wieder durch die Straßen der Stiftsstadt fahren. Die Kutschfahrt beginnt um 14 Uhr, die Route wird ähnlich sein wie im vergangenen Jahr. So haben die Kinder und ihre Familien wieder die Gelegenheit, dem Nikolaus zuzuwinken.

Video-Botschaft

Darüber hinaus wird sich der Nikolaus mit einer Video-Botschaft an die Öffentlichkeit wenden. Die Veröffentlichung erfolgt ebenfalls am Nikolausabend nachmittags auf der Homepage www.nikolaus-collegium.de

Geld geht nach Milte, Freckenhorst und Hoetmar

Aus “Die Glocke” vom 28.08.2021

Milte/Warendorf (ems). Den ersten, mit 2500 Euro dotierten Platz belegte die Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr in Milte. Sie wurde für die Errichtung und Unterhaltung des sogenannten Uhlenpatts ausgezeichnet. In und um Milte legte die Gruppe im Jahr 2008 einen naturnahen Rundwanderweg von insgesamt dreieinhalb Kilometern Länge an. Vergessene Wege wurden neu entdeckt, freigelegt und Verbindungen geschaffen. Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

In den Folgejahren wurde an dem Weg eine Apfelwiese mit heimischen Apfelsorten gepflanzt. Ebenso wurde der Weg durch das Aufstellen von Infotafeln zu einem Lehrpfad erweitert.

Mit dem zweiten Preis, dotiert mit 1500 Euro, wurde die Dorfwerkstatt Hoetmar gewürdigt. Sie bewarb sich gleich mit einem vielfältigen Portfolio an ehrenamtlicher Aktivität. Vor allem überzeugte die Jury die unter dem Motto „Wir alle sind Hoetmar“ stehenden Tätigkeit des Arbeitskreises „Integration“. Neben der umfassenden Unterstützung von Asylbewerbern im alltäglichen Leben stand der sogenannte Integrationsgarten im Fokus. In ihm wird gemeinsam Gemüse angebaut, gepflegt, geerntet und nicht selten anschließend auch gemeinsam zubereitet. „Ein sehr gelungenes Integrationsprojekt“, lobte Horstmann die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Der mit 1000 Euro dotierte dritte Preis ging an das Nikolaus-Collegium Freckenhorst. August Weiser und Vinzenz Hahner nahmen ihn als Vertreter für die insgesamt 150 Mitglieder entgegen. Am Nikolaustag bescheren zahlreiche Nikolause mit ihren jeweiligen Gehilfen alle Kinder zwischen zwei und acht Jahren, nicht nur in Freckenhorst, sondern auch im Weihnachtswäldchen Warendorf, mit einer kleinen Süßigkeit. „Diese einzigartige und außergewöhnliche Aktion fördert nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ortsteil Freckenhorst, sondern festigt darüber hinaus eine seit vielen Jahren bestehende Tradition und trägt insbesondere bei jungen Menschen zu einer lebendigen und nachhaltig wirkenden Identifikation mit ihrer Heimat bei“, würdigte Horstmann die Arbeit in seiner Laudatio.

Finanziert wurden die Preisgelder vom Landesministerium für Heimat, das welches vor drei Jahren ein Landesförderprogramm zur Stärkung der Heimat in NRW angestoßen hat. Auch für den Heimatpreis Warendorf 2021 haben sich bereits zahlreiche Verbände und Vereine beworben. In den nächsten Wochen wird die Jury ihre Auswahl treffen und die Gewinner bekanntgegeben.

Neu Fahne feierlich geweiht

Aus “Die Glocke” vom 08.12.2020

Freckenhorst (bjo). Es ist „der größte Tag für die Fahne“, waren sich Pfarrdechant Manfred Krampe und Primas Richard Poppenborg einig. Ein Jahr nach der ersten öffentlichen Präsentation wurde die neue Fahne des Nikolaus-Collegiums am Sonntag in der Stiftskirche im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes geweiht.

Aus rotem Baumwolldamaststoff ist die Vortrage-Fahne gefertigt und mit goldenem Faden bestickt worden. Sie zeigt oben die Kirche als Dach, in der Mitte das Wappen des Nikolaus-Collegiums mit dem Freckenhorster Wappen vor der Mitra, dem Bischofsstab und dem dreifachen Vortragekreuz und unten die Namen der sieben Freckenhorster Nachbargemeinschaften als Basis des Nikolaus-Brauchtums in der Stiftsstadt. In den vier Fahnenecken ist das Bild des Freckenhorster Kreuzes zu sehen, das aus gehämmertem und poliertem Messing gefertigt auch die Fahnenspitze ziert. Selbstverständlich werde durch die Anschaffung der Fahne die eigentliche Aufgabe des Collegiums, nämlich die Bescherung der Freckenhorster Kinder am Vorabend des Nikolaustages, nicht belastet, dankte Poppenborg allen Spendern, mit deren Hilfe die Fahnenanschaffung möglich geworden war.

Am Festtag des heiligen Nikolaus hatte der Pfarrdechant im Gottesdienst auch das Leben des Seligen Adolph Kolping in den Blick genommen. Beide Männer hätten aus dem christlichen Glauben heraus ähnliches Engagement gezeigt. Da passt es ins Bild, dass es 1946 einige Männer aus der Kolpingsfamilie waren, die den damaligen Vikar Heinrich Tenhumberg bei seinem Anliegen unterstützten, das Nikolauswesen in Freckenhorst in geordnete Bahnen zu lenken und so den Grundstein für das Nikolaus-Collegium zu legen. Und so war es für die Kolpingsfamilie selbstverständlich, ein Fahnenband für die Fahne zu stiften, das den heiligen Nikolaus zeigt. Das zweite Fahnenband mit der Abbildung des Ruprecht steuerte die Familie Pues bei. Der Ruprecht sei rechte Hand und gleichberechtigter, getreuer Partner und Freund des Nikolaus, aber gleichzeitig auch Symbol für alle Unterstützer des Nikolaus-Collegiums, zeigte sich Thomas Pues überzeugt.

Mit der jetzt geweihten Fahne will das Nikolaus-Collegium zukünftig auch außerhalb der Nikolaus-Zeit in der Stiftsstadt Präsenz zeigen. Und im Miniaturformat könnte die Nikolaus-Fahne zukünftig noch öfter zu sehen sein, bekamen doch alle Gottesdienstteilnehmer am Kirchenausgang von Nikolaus-Dekan Uli Pöhler einen Pin mit dem Bild der Fahne überreicht.

Nikolaus-Tüte still an der Türschwelle platziert

Aus “Die Glocke” vom 07.12.2021

Freckenhorst (bjo). Fast wirkte es am Samstag, als wäre alles wie in jedem Jahr: Nikolaus-Dekan Uli Pöhler und sein Ruprecht (Katrin Pöhler) stiegen in die Nikolaus-Kutsche, um von Werner Fabisch durch die Straßen der Stiftsstadt gefahren und am Straßenrand von zahlreichen Kindern begrüßt zu werden.

Allerdings hatten die Kinder den Nikolaus zuvor nicht an der Boeselagerschen Kurie empfangen können, hatten dem heiligen Mann keine Bilder überreichen oder Gedichte vortragen können. Und auch bei der Kutschfahrt durch Freckenhorst galt es, Abstand zu halten. Vom Straßenrand sowieso, aber auch untereinander.

Der Nikolaustag in Freckenhorst stand im Zeichen der Corona-Pandemie, die abendlichen Besuche in den Familien hatte das Nikolaus-Collegium absagen müssen.

Ohne Nikolaus allerdings sollten die Kinder in der Stiftsstadt nicht bleiben, weshalb sich das Collegium zu der ausgedehnten Kutschfahrt durch Freckenhorst ebenso entschieden hatte wie zum Dreh eines Nikolaus-Videos, das auf der Homepage abrufbar ist.

Und auch die Nikolaus-Bescherung fiel nicht aus. Still und heimlich stellten zahlreiche Helfer der Freckenhorster Nachbargemeinschaften die prall gefüllten Nikolaus-Tüten in der Dämmerung des Samstagabends vor die Türen der Häuser – auch das in der Hoffnung, dass die Nikolaus-Bescherung im kommenden Jahr wieder mit den Besuchen in den Wohnzimmern der Kinder stattfinden kann.

Insgesamt rund 800 Tüten verteilten die Helfer der Nachbargemeinschaften dabei – vor allem an Freckenhorster Kinder zwischen zwei und acht Jahren, aber beispielsweise auch an die Bewohner der Lebenshilfe-Wohnstätte und andere soziale Organisationen. Tüten, die in Eigenregie befüllt worden waren.

Am Freitagabend waren einige Helfer der Nachbargemeinschaften zusammengekommen, um die Tüten in den Freckenhorster Werkstätten zu packen. Dass dabei Handschuhe getragen wurden und die Tüten nicht von Hand zu Hand wanderten, versteht sich von selbst. Stattdessen füllten die Aktiven die Nikolaus-Tüten im Rundlaufverfahren: Tüte nehmen und nach und nach mit Lebkuchen, Schokolade, Nikolaus-Figur und so mancher süßen Leckerei mehr füllen.

Ebenfalls in der Tüte Platz fand ein Foto des Nikolaus und seines Ruprechts – als kleiner Trost für den ausgefallenen persönlichen Besuch.

Nikolaus geht digitale Wege

Aus “Westfälische Nachrichten” vom 04.12.2020

Freckenhorst – In Freckenhorst geht der Nikolaus jetzt neue Wege. Er besucht die Kinder auf digitalem Weg. Neue Zeiten – neue Möglichkeiten. Von Andreas Engbert

Am Samstag ist Nikolausabend. Seit Generationen für viele Freckenhorster Kinder sicherlich einer der spannendsten Tage im Jahr: Denn sie bekommen persönlich Besuch vom Heiligen Nikolaus, der in der Stiftsstadt in den vergangenen Jahren durch 37 Nikolause samt Ruprecht aus dem Nikolaus-Collegium verkörpert wurde.

Doch dem Besuch des heiligen Mannes macht die Corona-Pandemie einen gehörigen Strich durch die Rechnung. „Dabei hat der Nikolaus den Kindern viel zu sagen – besonders natürlich zu Coronazeiten“, macht Richard Poppenborg , Primas des Nikolaus-Collegiums, keinen Hehl daraus, dass er und das für die Organisation des Collegiums verantwortliche Gremium, das Konsistorium, nur schweren Herzens auf das gewohnte Programm am Nikolausabend verzichten. Besonders in diesem Jahr müsse der Nikolaus für die Kinder da sein.

Am Samstag ist Nikolausabend. Seit Generationen für viele Freckenhorster Kinder sicherlich einer der spannendsten Tage im Jahr: Denn sie bekommen persönlich Besuch vom Heiligen Nikolaus, der in der Stiftsstadt in den vergangenen Jahren durch 37 Nikolause samt Ruprecht aus dem Nikolaus-Collegium verkörpert wurde.

Doch dem Besuch des heiligen Mannes macht die Corona-Pandemie einen gehörigen Strich durch die Rechnung. „Dabei hat der Nikolaus den Kindern viel zu sagen – besonders natürlich zu Coronazeiten“, macht Richard Poppenborg , Primas des Nikolaus-Collegiums, keinen Hehl daraus, dass er und das für die Organisation des Collegiums verantwortliche Gremium, das Konsistorium, nur schweren Herzens auf das gewohnte Programm am Nikolausabend verzichten. Besonders in diesem Jahr müsse der Nikolaus für die Kinder da sein.

Den traditionellen Empfang auf dem Kirchplatz könne es jedoch nicht geben. Normalerweise wird der Nikolaus am Nachmittag von offiziellen Vertretern und zahlreichen Kindern, die sich auf dem Platz drängen und schon erste Lieder und Gedichte vorbereitet haben, freudig begrüßt. Damit es nicht zu einem Gedränge kommt, geht der Nikolaus in diesem Jahr neue, digitale Wege. Auf der Homepage des Nikolaus-Collegiums wird der Empfang des Heiligen morgen ab 15 Uhr per Video übertragen. So kann der Nikolaus sich an alle Freckenhorster Kinder wenden. In Freckenhorst begrüßt werden der Nikolaus (im Video von Uli Pöhler verkörpert) und sein Ruprecht (Rainer Poppenborg) von Primas Richard Poppenborg, Pfarrdechant Manfred Krampe und Bürgermeister Peter Horstmann, der als Kind in Freckenhorst ebenfalls jährlich dem Besuch des Nikolaus entgegenfieberte. Ein wenig geschummelt hat der Heilige Mann dabei allerdings schon, denn aufgenommen wurde das Video unter Regie von Hendrik Rohling bereits am vergangenen Samstag in der Stiftskirche.

Zwischen 15 und 16 Uhr machen Nikolaus und Ruprecht sich dann mit der Kutsche auf den Weg durch die Stiftsstadt. Auch hier mussten sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen: „Nikolaus und Ruprecht sind aus einem Haushalt“, berichtet Vorstandsmitglied Stefan Altefrohne von den regelkonformen Planungen zur Kutschfahrt. Und er ruft die Kinder auf, der Kutsche von Zuhause aus zuzuwinken und sich nicht mit anderen Kindern zu treffen: „Wir fahren extra eine große Runde.“

Auf den persönlichen Besuch des Nikolaus müssen die Kinder in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen verzichten. Auf ein Präsent des heiligen Mannes jedoch nicht. Zwischen 17 und 19 Uhr bringen Helfer der Nachbargemeinschaften Tüten zu allen Kindern. Die Geschenktüten werden vor die Türen gestellt, sodass die Eltern sie hereinholen und ihren Kindern das Nikolaus-Präsent überreichen können.

Nikolaus grüßt per Videobotschaft

Aus “Die Glocke” vom 04.12.2020

Freckenhorst (bjo) – Die Kinder und ihre Eltern kann der heilige Nikolaus in diesem Jahr nicht besuchen. „Das ist schade, weil der Nikolaus gerade auch in diesen Zeiten etwas zu sagen hat“, bedauert Richard Poppenborg die Notwendigkeit, die traditionellen Familienbesuche am 5. Dezember abzusagen.

Videoaufnahme mit dem Nikolaus in der Stiftskirche: (v. l.) Bürgermeister Peter Horstmann, Ruprecht (Obermuff Rainer Poppenborg), Nikolaus (Dekan Ulrich Pöhler), Primas Richard Poppenborg und Geistlicher Rat Pfarrdechant Manfred Krampe.
Foto: Baumjohann

Und auch der Empfang des Heiligen Mannes auf dem Kirchplatz könne nicht stattfinden, informiert der Primas des Nikolaus-Collegiums der Stiftsstadt Freckenhorst. Stattdessen hat der Nikolaus mit seinem Ruprecht den Geistlichen Rat des Collegiums, Pfarrdechant Manfred Krampe sowie Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann in der Stiftskirche besucht und sich dabei Zeit genommen, eine Videobotschaft für die Freckenhorster Kinder und ihre Eltern aufzunehmen.

Unter der Leitung von Regisseur Hendrik Rohling absolvierten Nikolaus, Geistlicher Rat und Bürgermeister insgesamt drei „Takes“, bis alles im Kasten war. „Das Video ist am 5. Dezember ab 14.30 Uhr auf der Homepage des Nikolaus-Collegiums abrufbar“, sagt Stefan Altefrohne.

Aber nicht nur zur Videoaufnahme macht der Nikolaus in Freckenhorst Station. „Es wird am 5. Dezember auch eine Kutschfahrt mit Nikolaus und Ruprecht durch die Stadt geben“, blickt Primas Richard Poppenborg voraus. „Wir fahren extra eine große Runde durch die Stadt, damit viele Kinder dem Nikolaus vom Fenster aus zuwinken können“, sagt er und bittet darum, die Kutschfahrt nicht als Anlass für Treffen am Streckenrand zu nehmen. Um 15 Uhr startet die Kutschfahrt für Nikolaus und Ruprecht.

Auch wenn das Nikolaus-Collegium mit der Videobotschaft, der Kutschfahrt und der Verteilung der Nikolaus-Tüten durch die Helfer der Nachbargemeinschaften einen Weg gefunden hat, das Nikolaus-Brauchtum in Freckenhorst auch in Pandemie-Zeiten lebendig zu halten, hoffen die Verantwortlichen um Primas Richard Poppenborg sehr darauf, dass die Nikolaus-Besuche im kommenden Jahr wieder im gewohnten und bewährten Rahmen stattfinden können. „In diesem Jahr werden wir leider nicht klingeln können. Die Tüten stehen am 5. Dezember zwischen 17 und 19 Uhr vor den Türen“, macht Poppenborg deutlich.

Fahne wird am Sonntag geweiht

Aus “Die Glocke” vom 03.12.2020

Freckenhorst (bjo). Eigentlich sollte die neue Fahne des Nikolaus-Collegiums schon zu Krüßing geweiht werden. „Das haben wir damals aufgrund der Corona-Pandemie verschoben“, blickt Primas Richard Poppenborg zurück. Zwar war das Festhochamt zum Heimatfest Krüßing der erste Gottesdienst, der nach dem Lockdown in der Stiftskirche stattfinden konnte. Allerdings hätten nur wenige Nikolause und Ruprechte teilnehmen können, weil das Hochamt aufgrund der Hygienebestimmungen in kleinem Rahmen gefeiert werden musste. Die Hygienebestimmungen gelten nach wie vor. Dennoch hat sich das Collegium entschieden, die Fahne am Nikolaustag von Pfarrdechant Manfred Krampe weihen zu lassen. Eigens dazu wird am Sonntag, 6. Dezember, um 17 Uhr ein Gottesdienst in der Stiftskirche beginnen. „Nach aktuellem Stand sind alle Plätze in der Kirche vergeben“, sagt Primas Richard Poppenborg. Der Gottesdienst mit der Weihe der Nikolausfahne soll allerdings im Internet übertragen werden und über die Homepage des Nikolaus-Collegiums zu sehen sein.

Kein Nikolausbesuch, aber bunte Tüten für die Kinder

Aus “Die Glocke” vom 24.11.2020

Freckenhorst (bjo). „Wir haben immer wieder beraten, abgewartet, gehofft und wollten es irgendwie nicht wahrhaben“, blickt Richard Poppenborg vom Nikolaus-Collegium auf die vergangenen Wochen zurück. Mittlerweile ist klar: Auf Nikolausbesuche, wie es sie seit fast 75 Jahren in Freckenhorst gibt, werden sich die Mädchen und Jungen in der Stiftsstadt in diesem Jahr nicht freuen können.

Auf den direkten Kontakt zum Nikolaus müssen die Kinder in diesem Jahr verzichten, aber die bunten Tüten werden ihnen von den Nachbargemeinschaften vor die Tür geliefert. Archivfoto: Baumjohann

Dennoch, so versichert der Primas des Nikolaus-Collegiums, wolle man gerade auch in Corona-Zeiten Nikolaus-Stimmung verbreiten und die Kinder sowie ihre Familien auf die Weihnachtszeit vorbereiten. „Die bunte knisternde Nikolaus-Tüte wird es geben“, verspricht der Primas und dankt allen Aktiven aus den Freckenhorster Nachbargemeinschaften, die die Nikolausüberraschung für die Freckenhorster Kinder auch in diesem Jahr ermöglichen.
Denn die Helfer aus den Nachbargemeinschaften werden die Nikolaus-Tüten in diesem Jahr „auf dem kleinen Dienstweg“ verteilen und sie am Samstag, 5. Dezember, zwischen 17 und 19 Uhr vor die Türen der Freckenhorster Häuser stellen, ohne dabei vom Nikolaus oder vom Knecht Ruprecht begleitet zu werden. „Es wäre nicht nur besonders schön, sondern auch sehr hilfreich, wenn Sie zu dieser Zeit eine Kerze oder ein Licht ins Fenster stellen“, bittet Poppenborg alle Familien mit Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren, die der Nikolaus in diesem Jahr normalerweise besucht hätte, um Unterstützung.
Corona zum Trotz wird es auch in diesem Jahr möglich sein, zusätzliche Nikolaus-Tüten für Geschwisterkinder zum Selbstkostenpreis von vier Euro zu bestellen. „Bestellschluss ist der 30. November“, macht Primas Richard Poppenborg deutlich.
Bestellt werden können die Tüten in den jeweiligen Nachbargemeinschaften.

Als Ansprechpartner fungieren in diesem Jahre:

  • Dorothee Villwock (Kühl/Stadtmitte), 02581 /46342
  • Michael Wilczek (Blumenthal), 02581 /7820159
  • Steffi Nilles (Negerdorf), 02581 /7898509
  • Ulrike Zanke (Spillenbaum), 02581 /46135
  • Jessica Kahlert und Doris Hövener (Klüngelend) 02581 /941525 oder   02581 /634480
  • Ruth Peveling (Geraniendorf),  02581 / 941189

Nikolaus-Stiefel bleiben nicht leer

Aus “Die Glocke” vom 03.09.2020

Freckenhorst (bjo). Trotz Corona-Pandemie soll der Nikolaus auch in diesem Jahr die Freckenhorster Kinder besuchen. Darauf haben sich die Verantwortlichen des Nikolaus-Collegiums in den vergangenen Wochen geeinigt. Vieles wird rund um den Nikolaus-Tag aber anders sein als gewohnt.

Auf jeden Fall aber soll es eine Nikolausbescherung geben. „Der Nikolaus wird die Stiefel der Kinder füllen“, macht Primas Richard Poppenborg im „Glocke“-Gespräch deutlich. Wie genau das ablaufen kann, sei aber von der Corona-Lage abhängig. Auch sonst wird am Nikolaus-Tag in der Stiftsstadt vieles anders

Auf jeden Fall aber soll es eine Nikolausbescherung geben. „Der Nikolaus wird die Stiefel der Kinder füllen“, macht Primas Richard Poppenborg im „Glocke“-Gespräch deutlich. Wie genau das ablaufen kann, sei aber von der Corona-Lage abhängig. Auch sonst wird am Nikolaus-Tag in der Stiftsstadt vieles anders sein (müssen) als gewohnt. Der Nikolaus-Empfang auf dem Kirchplatz soll ebenso ausfallen wie das abendliche Beisammensein aller Nikolause, Ruprechte und Helfer im Stiftshof Dühlmann. Statt des Nikolaus-Empfangs auf dem Stiftsmarkt ist derzeit vorgesehen, eine ausgedehnte Kutschfahrt mit Nikolaus und Obermuff durch die Stiftsstadt zu unternehmen. „So können viele Eltern und Kinder den Nikolaus auf jeden Fall in Freckenhorst begrüßen und sehen.“

Definitiv gestrichen wurde bereits das Sommerkonzil des Nikolaus-Collegiums, das gewöhnlich zum Ende der Sommerferien stattfindet und den Auftakt der bevorstehenden Nikolauszeit markiert. Auch die Wintersynode mit der Diözesenvergabe sowie die Mitgliederversammlung des Nikolaus-Vereins stehen auf der Streichliste, sollte sich die Corona-Situation nicht erheblich verbessern. Gleiches gilt für die nachgelagerten Besuche von Nikolausen bei Vereinen, Firmen, in Kindergärten oder in Familien. „Stand jetzt wird es solche Besuche in diesem Jahr nicht geben können“, bedauert Poppenborg.

Neben den Nikolaus-Besuchen in abgespeckter Form soll auf jeden Fall auch die Weihe der neuen Nikolaus-Fahne stattfinden, die eigentlich schon im Rahmen des Krüßing-Festes geplant war. „Termin dafür ist jetzt der 6. Dezember“, sagt Poppenborg. Die Fahnenweihe soll am Gedenktag des heiligen Nikolaus in der Sonntagsmesse in der Stiftskirche erfolgen.

Eine ganz kleine Resthoffnung, dass das Nikolaus-Brauchtum in der Stiftsstadt auch in diesem Jahr im traditionellen Rahmen wird stattfinden können, haben die Verantwortlichen des Nikolaus-Collegiums noch: „Vielleicht gibt es bis Nikolaus ja einen wirksamen Impfstoff“, so der Primas.

Nikolause: Neue Fahne und Audienz beim Papst

Aus “Die Glocke” vom 07.12.2019

Freckenhorst (epo). Mehr als 1000 Kinder haben die 37 Freckenhorster Nikolause mit ihren Ruprechten am Vorabend des Nikolaustags besucht. Beim anschließenden Nikolausessen im Stiftshof wurde positive Bilanz gezogen. Traditionell wurde den Würdenträgern und ihren vielen Helfern im Hintergrund Salzkartoffeln mit Gulasch und eingelegten Gurken serviert. Nach der Begrüßung durch Primas Richard Poppenborg stimmte der Berittene Fanfarenzug Brass das Nikolauslied an, das alle stimmkräftig mitsangen. Nach dem Essen ergriff Geheimer Rat August Weiser das Wort, um die Präsentation der neuen

Traditionell wurde den Würdenträgern und ihren vielen Helfern im Hintergrund Salzkartoffeln mit Gulasch und eingelegten Gurken serviert. Nach der Begrüßung durch Primas Richard Poppenborg stimmte der Berittene Fanfarenzug Brass das Nikolauslied an, das alle stimmkräftig mitsangen. Nach dem Essen ergriff Geheimer Rat August Weiser das Wort, um die Präsentation der neuen Fahne (kleines Bild) des Vereins anzukündigen. Aus einem ersten Vorschlag von Friedel Rose war mit Hilfe von Professor Roman Skarabis und Rüdiger Brauns am Ende die jetzt vorgestellte Fahne entwickelt worden. Sie zeigt auf weinrotem Tuch die Silhouette der Stiftskirche, unter deren Dach das Wappen des Nikolauskollegiums prangt. Die Fahne wird zukünftig bei allen öffentlichen Veranstaltungen mitgeführt. August Weiser noch konnte zudem verkünden, dass diese Fahne nicht aus den Finanzmitteln des Vereins oder der Nikolausstiftung finanziert wurde, sondern komplett aus Spendengeldern angeschafft werden konnte.

Richard Poppenborg bedankte sich im Namen des Nikolauskollegiums bei allen, die sich eingebracht haben, besonders bei Professor Roman Skarabis, dem Obermuff Rainer Poppenborg eine Nikolaustüte überreichte. Eine ebensolche erhielt Doris Braun stellvertretend für alle „Ankleidefrauen“.

Dann leitete der Primas über zu den in Zukunft geplanten großen Aktionen. Fest geplant ist ein Besuch bei der Nikolausgilde Hauzenberg. Dort war man zuletzt 2013 zu Gast, und so hat Karl Ertel für die Zeit vom 20. bis 24. Mai 2020 eine Fahrt nach Bayern geplant. Das Programm für den Besuch beinhaltet neben der Begegnung mit den Nikolausen auch einen Abstecher zu der Firma, die die neue Nikolausfahne gefertigt hat.

Im Jahr darauf heißt es dann noch einmal „Nikolaus on tour“. Am 12. Oktober 2021 startet der Nikolausverein zusammen mit dem Berittenen Fanfarenzug zu einer fünftägigen Flugreise nach Rom. Für den 13. Oktober steht bereits eine Audienz bei Papst Franziskus fest auf der Agenda.